Mit einem my.chemie.de-Account haben Sie immer alles im Überblick - und können sich Ihre eigene Website und Ihren individuellen Newsletter konfigurieren.
26.05.2010: Siliziumkarbid ist ein kommendes Halbleitermaterial. In einer Diplomarbeit wurden die Qualität der Kristalle und der Epitaxieschichten genauer analysiert. Eine andere Arbeit kombiniert die Vorteile von Dünnschichtsolarzellen mit Rückseitenkontakten.
Siliziumkarbid (SiC) ist das ideale Halbleitermaterial für die Leistungselektronik. Aus ihm lassen sich zum Beispiel effiziente Leistungswandler für Elektrofahrzeuge oder Photovoltaikanlagen herstellen, aber auch Elektronik, die bei hohen Temperaturen arbeitet. Bislang sind allerdings noch wenige Bauelemente aus Siliziumkarbid auf dem Markt. Grund dafür: Die Qualität der Kristalle und Epitaxieschichen ist noch nicht ausreichend für die anspruchsvollen Anwendungen. Denn bereits winzigste Materialfehler in Form von Versetzungen können zu einer Störung im Bauelement führen. Versetzungen sind Abweichungen von der idealen Kristallgitterstruktur, welche in unterschiedlichen Varianten vorliegen können.
In seiner Diplomarbeit »Strukturelle Defektcharakterisierung von 4H-SiC Substraten und Epitaxieschichten mittels Röntgentopographie und Röntgendiffraktometrie« untersuchte Sebastian Polster vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB diese Versetzungen. Er verglich die Art und Anzahl dieser Kristallfehler anhand von Röntgenbildern, die er an der Synchrotronquelle ANKA aufnahm, mit Bildern, die mittels des herkömmlichen Ätzverfahrens im Labor erstellt wurden. Auf diese Weise gelang es ihm die Grenzen der etablierten Charakterisierungsmethode aufzeigen. Die Ergebnisse dieser Methode können nun sicherer interpretiert werden. Eine wichtige Grundlage, um schädliche Versetzungstypen im Material zu vermeiden und es gezielt zu verbessern, so dass SiC Bauelemente ihren Markt erobern werden. Für seine Leistungen wird Sebastian Polster mit dem 2. Hugo-Geiger-Preis ausgezeichnet.
Durch Löcher wachsen
Konkurrenzfähiger Strom aus preiswerten photovoltaischen Modulen: dafür arbeiten Forscher engagiert und mit Überzeugung. Zwei mögliche Konzepte um dieses Ziel zu erreichen sind Dünnschichtsolarzellen, die mit einer sehr dünnen Schicht des teuren hochreinen Siliziums auskommen und Solarzellen, deren stromableitende Kontakte nur auf der Rückseite der mit Löchern versehenen Siliziumscheiben liegen. Der Physiker Nils Brinkmann vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE zeigte in seiner Diplomarbeit »Epitaxie durch Löcher - Prozessentwicklung und Charakterisierung«, wie sich die Vorteile beider Varianten vereinen lassen.
Ein entscheidender Faktor im neuen Zellkonzept: Löcher. Durch sie hindurch wachsen die epitaktischen Schichten auf beiden Seiten der dünnen Siliziumgrundlage. Diesen völlig neuen Ansatz erarbeitete Brinkmann im Team mit seinen Kolleginnen und Kollegen mithilfe von Simulationen, die er dann in einen Herstellungsprozess umsetzte. Zudem zeigte er, wie sich der Wirkungsgrad der neuen Solarzellen weiter optimieren lässt. Nils Brinkmann wird der 3. Hugo-Geiger-Preis verliehen.
Das Land Niedersachsen hat grünes Licht gegeben für das Batterietestzentrum der TU Clausthal. Damit kann der Neubau einer Technikumshalle für das Testzentrum, das wissenschaftlich vom Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (EFZN) betreut wird und in Kooperation mit dem Fraunhofer Heinrich- ... mehr
Für die Entwicklung eines Magnetfeldsensors, den 3D-Hall-Sensor, erhalten Michael Hackner, Dr.-Ing. Hans-Peter Hohe und Dr.-Ing. Markus Stahl-Offergeld vom Fraunhofer IIS aus Erlangen den Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2013. Dieser wird seit 1978 jährlich von der Fraunhofer-Gesellschaft für he ... mehr
Mit einer Beschichtungsrate von über 2000 nm ∙ m/min können durch arcPECVD hochproduktiv Schichten hergestellt werden. Potenzielle Anwendungsfelder sind Schichtsysteme mit optischen Funktionen oder Permeationsbarrieren auf Kunststofffolien.
Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Elektro ... mehr
Die Fraunhofer-Gesellschaft ist die führende Organisation für angewandte
Forschung in Europa. Unter ihrem Dach arbeiten 59 Institute an über 40
Standorten in ganz Deutschland. Rund 17 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
erzielen das jährliche Forschungsvolumen von 1,5 Mrd Euro. Davon
erwir ... mehr
Mehr über Fraunhofer-Institut ISE
Kontakt
Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE)
Heidenhofstrasse. 2
79110 Freiburg im Breisgau
Deutschland
Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE haben neuartige Galliumnitrid-Transistoren erfolgreich in leistungselektronischen Schaltungen eingesetzt. Damit könnten z. B. Ladegeräte für die Elektromobilität kleiner, Bordnetzgeräte für Flugzeuge leichter und Stromversorgun ... mehr
Hartschäume aus Rindenextrakt entwickeln, die als Dämmmaterial für Häuser dienen: Mit diesem Ziel hat Prof. Dr. Marie-Pierre Laborie von der Forstwissenschaftlichen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Februar 2012 das Projekt „Biofoambark“ gestartet. Für ihre Forschung zeich ... mehr
Photovoltaik-Module liefern Strom ohne Risiken und Nebenwirkungen für Umwelt und Klima. Doch der Sonnenstrom ist teuer. Die Module müssen daher möglichst lange halten. Amerikanische Fraunhofer-Forscher suchen jetzt nach Materialien, die Solarzellen vor zerstörerischen Umwelteinflüssen schüt ... mehr
Die Forschung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE schafft technische Voraussetzungen für eine effiziente und umweltfreundliche Energieversorgung, sowohl in Industrieländern als auch in Schwellen- und Entwicklungsländern. Dazu entwickelt das Institut Materialien, Komponent ... mehr
Mehr über Fraunhofer-Institut IISB
Kontakt
Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie (IISB)
Schottkystrasse 10
91058 Erlangen
Deutschland
Kristallzüchter des Fraunhofer IISB in Erlangen erforschen im Verbundprojekt HENSi kostengünstiges n-Typ-Blocksilizium mit reduzierter Defektdichte und homogener Widerstandsverteilung für die Herstellung von Hocheffizienzsolarzellen.
Photovoltaik ist ein wichtiger Baustein für eine regenera ... mehr
Die Erlanger Wissenschaftlerin Viviana Agudelo Moreno wurde mit dem „Cymer Scientific Leadership Award, Best Student Paper, SPIE Advanced Lithography 2013, Optical Microlithography Conference XXVI“ ausgezeichnet. Viviana Agudelo ist Stipendiatin der Erlangen Graduate School in Advanced Opti ... mehr
Bei Solaranlagen und Serveranwendungen sind energiesparende Wechselrichter bzw. Netzteile mit Halbleiterbauelementen aus Siliziumkarbid (SiC) schon Stand der Technik. Auch Windkraftanlagen und das intelligente Stromnetz der Zukunft könnten durch Hochvoltbauelemente aus SiC deutlich energiee ... mehr
Das Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB entwickelt gemeinsam mit der Industrie neue Halbleiter-Fertigungsgeräte und -verfahren sowie Simulationspgoramme zur Beschreibung moderner mikroelektronischer Fertigungsschritte. Als Kompetenzzentrum für Leistun ... mehr