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Neuer Weltrekord mit effizienter Solarzelle
Forscher aus Baden-Württemberg übertreffen eigenen Bestwert
29.07.2010: Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung
Baden-Württemberg (ZSW) hat einen weiteren Fortschritt bei dem Bemühen
erzielt, die Stromausbeute von Solarzellen zu erhöhen. Den Stuttgarter
Forschern ist die Produktion von Dünnschichtsolarzellen mit einem
Spitzenwirkungsgrad von 20,3 Prozent gelungen. Mit der Bestleistung
übertreffen die Wissenschaftler ihren eigenen Weltrekord - und
minimieren den Vorsprung der auf dem Markt dominanten multikristallinen
Solarzellen auf nur noch 0,1 Prozent. Die neuen Rekordzellen aus dem ZSW
bestehen aus extrem dünnen Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid-Schichten,
kurz CIGS. Das spart Material und Kosten. Die neuen Ergebnisse sollen
die Wirtschaftlichkeit der Dünnschichtphotovoltaik verbessern.
Die Weltrekordzelle besitzt eine Fläche von 0,5 Quadratzentimetern. Die
halbleitende CIGS-Schicht und die Kontaktschichten sind insgesamt nur
vier tausendstel Millimeter dick und damit um den Faktor 50 dünner als
Standardsiliziumzellen. „Unsere Forscher haben die Zellen in einer
Laborbeschichtungsanlage mit einem Simultanverdampfungsprozess
hergestellt, der prinzipiell auch auf Produktionsprozesse übertragbar
ist“, erklärt Dr. Michael Powalla, Mitglied im ZSW-Vorstand und
Geschäftsbereichsleiter Photovoltaik. Das Fraunhofer ISE hat die
Ergebnisse bestätigt. Die Erhöhung des Wirkungsgrades kommerziell
umzusetzen werde aber noch einige Zeit dauern, so Powalla.
Innovationen der Forschung und die Professionalisierung der Produktion
steigern den Wirkungsgrad von Dünnschichtsolarmodulen weiter. In den
nächsten Jahren wird der Gesamtwirkungsgrad der relativ preisgünstigen
CIGS-Dünnschichtsolarmodule von elf Prozent auf rund 15 Prozent steigen,
schätzen Experten. Höhere Wirkungsgrade wiederum verbessern die
Stromausbeute und somit die Rendite. Experten gehen davon aus, dass die
CIGS-Dünnschichttechnik eine große wirtschaftliche Zukunft vor sich hat.
Im Vergleich zu 2008 soll sich 2012 der Marktanteil der drei
Dünnschichttechniken (amorphes Silizium, Kadmium-Tellurid und CIGS)
bereits auf rund 30 Prozent verdoppeln.
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