Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

Chemie: Forschung ist Startkapital für die Zukunft

Branche hat FuE-Ausgaben 2009 trotz Wirtschaftskrise konstant gehalten

31.08.2010: Die deutsche chemische Industrie hat ihre Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (FuE) 2009 trotz Wirtschaftskrise konstant auf hohem Niveau gehalten. Die Forschungsaufwendungen entsprechen mit rund 8,3 Milliarden Euro denen des Vorjahres. „Wer in Krisenzeiten seine Forschung zurückfährt, verpasst im Aufschwung den Anschluss“, begründete Dr. Andreas Kreimeyer, Vorsitzender des Ausschusses Forschung, Wissenschaft und Bildung im Verband der Chemischen Industrie (VCI), vor der Presse in Frankfurt das Engagement der Branche.

Auch für das laufende Jahr ist Kreimeyer optimistisch. Er stützt sich dabei auf eine aktuelle VCI-Blitzumfrage bei den großen forschenden Chemieunternehmen: Danach sehen die Unternehmensplanungen vor, die Ausgaben für FuE um vier Prozent zu erhöhen. „Schließlich ist Forschung kein Luxus, sondern das Startkapital für die Gestaltung der Zukunft“, so der Vorsitzende des VCI-Forschungsausschusses.

Auch die Chancen auf einen Arbeitsplatz in der Chemie verbessern sich. Die befragten Unternehmen wollen 2010 wieder mehr Mitarbeiter mit einem naturwissenschaftlich-technischen Hochschulabschluss einstellen: rund 500. Der geplante Zuwachs fällt im Vergleich zum Jahr 2009 mit etwa 42 Prozent signifikant aus. „Wir erwarten, dass sich dieser Trend mit anhaltender konjunktureller Erholung auch im nächsten Jahr weiter fortsetzt“, prognostizierte der Vorsitzende des VCI-Forschungsausschusses. Bei den Neueinstellungen promovierter Chemiker erwarten die Firmen sogar einen Zuwachs von mehr als 50 Prozent.

Ein Erfolgsrezept für langanhaltendes Wachstum seien aber nicht nur die Leistungskraft und Innovationsfähigkeit der Industrie. In Deutschland seien bessere industriepolitische Rahmenbedingungen notwendig. Es fehle beispielsweise an einer steuerlichen Forschungsförderung wie in anderen OECD-Ländern, kritisierte Kreimeyer. Auch wenn Deutschland sparen müsse, bei Investitionen für die Zukunft dürfe man keine Abstriche machen. „Denn erstklassige Forschung führt zu mehr Wirtschaftsleistung und damit auch zu mehr Einnahmen für den Staat“, sagte Kreimeyer.

„Deutschland braucht außerdem eine zeitgemäße Innovationskultur“, mahnte der Vorsitzende des VCI-Forschungsausschusses weiter. Entscheidend sei, dass die Gesellschaft neuen Technologien offen und neugierig gegenüber stehe. Politik und Gesellschaft müssten erkennen, dass Forschung für den Industriestandort Deutschland lebensnotwendig sei. „Hier muss dringend ein Umdenken einsetzen“, so der Vorsitzende des VCI-Forschungsausschusses.

Umso wichtiger sei es, Kinder und Jugendliche frühzeitig für Technik und Naturwissenschaften zu begeistern. Über die „Schulpartnerschaft Chemie“ des Fonds der Chemischen Industrie investiere die Branche jährlich 2,3 Millionen Euro, um den Chemieunterricht an Schulen attraktiver zu machen. Darüber hinaus plädierte Kreimeyer dafür, unter anderem naturwissenschaftlichen Sachunterricht in der Grundschule einzuführen.

Kontakt / Infos anfordern

Fordern Sie gratis weitere Informationen an:

Merkliste

Hier setzen Sie die nebenstehende News auf Ihre persönliche Merkliste

Mehr über VCI
Kontakt
Verband der Chemischen Industrie e.V. (VCI)
Mainzer Landstrasse 55
60329 Frankfurt
DEUTSCHLAND
Tel.
+49692556-0
Fax
+49692556-1471
  • News

    2011 Rekordjahr für die Chemie - Schwächeres Wachstum 2012

    In der chemischen Industrie ist von Krisenstimmung keine Rede. Der VCI geht davon aus, dass die Branche auch 2012 wächst – allerdings mit deutlich geringerem Tempo. Rekordwert beim Umsatz, Produktion über Vorkrisenniveau, Forschungsausgaben erhöht, Beschäftigung aufgebaut: 2011 war in viele ... mehr

    Chemische Industrie schaltet einen Gang zurück

    In der chemischen Industrie sind Produktion und Umsatz im dritten Quartal 2011 gegenüber den vorangegangenen drei Monaten erwartungsgemäß gesunken. Das geht aus dem aktuellen Quartalsbericht hervor, den der Verband der Chemischen Industrie (VCI) in Frankfurt am Main für die Monate Juli bis ... mehr

    EU macht fast alle Alltagsprodukte zu „Nano“

    Fast alle auf dem Markt befindlichen Farbpigmente und Füllstoffe fallen unter die Definition der EU-Kommission für Nanomaterialien. Die EU-Kommission hat nach Auffassung des VCI aus politischen Erwägungen die Definition von Nanomaterialien ausgesprochen breit gefasst. „Damit fallen fast all ... mehr

  • Verbände

    Verband der Chemischen Industrie Landesverband Rheinland-Pfalz e. V.

    Die Interessen und Belange unserer Mitgliedsunternehmen vertreten wir gegenüber Politik und Öffentlichkeit. Entscheider aus den Unternehmen leiten und begleiten unser Tun. Unsere Themen reichen von betrieblichen Rechtsfragen über Chemikalienpolitik bis hin zur Europa-Politik. mehr

    Verband der Chemischen Industrie e.V.,Landesverband Nordost

    Die Chemieverbände Nordost vertreten die wirtschafts- und sozialpolitischen Interessen der ostdeutschen chemischen Industrie gegenüber Politik, Behörden, Gewerkschaft, Wissenschaft und Medien. mehr

    Verband der Chemischen Industrie e.V. (VCI)

    Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von 1.600 deutschen Chemieunternehmen und deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. Der VCI steht für mehr als 90 Prozent der deut ... mehr

Meistgelesene News
Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.