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03.09.2010: Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) hat die vom Kabinett beschlossene Erhöhung der Energiesteuer für das produzierende Gewerbe als industriepolitische Fehlentscheidung kritisiert. VCI-Hauptgeschäftsführer Dr. Utz Tillmann sagte: „Diese Steuererhöhung verteuert die energieintensive Produktion in Deutschland. Die schon jetzt von hohen Kosten gedrückte Grundstoffindustrie muss so eine weitere Last schultern. Die Politik muss hier dringend nachbessern.“
Die Erhöhung der Energiesteuer ist laut Tillmann neben Erneuerbare-Energien-Gesetz und Emissionshandel die dritte schwere Belastung für die energieintensiven Branchen. Die Mehrkosten für die deutsche Chemie werden 2013 mindestens 650 Mio. Euro betragen (Berechnung siehe Grafik): „Ohne den vollen Spitzenausgleich wird es für energieintensive Unternehmen immer schwieriger, am Standort Deutschland zu investieren“, sagte Tillmann. Selbstverständlich sei es gut, wenn die Politik spare. Arbeitsplätze und Wachstum in der Industrie dürften den Sparplänen aber nicht zum Opfer fallen. „Nur eine umsatzstarke Industrie kann mit ihren Steuerleistungen helfen, den Bundeshaushalt langfristig auszugleichen“, ergänzte Tillmann.
In der chemischen Industrie ist von Krisenstimmung keine Rede. Der VCI geht davon aus, dass die Branche auch 2012 wächst – allerdings mit deutlich geringerem Tempo.
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