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Neue Studie von Ceresana Research zu Kunststoff-Verschlüssen: Kleine Deckel, große Marktchancen
21.09.2010: Push-Pull, Twist-Top, Snip-Tip oder doch lieber Toggle-Swing? Die Auswahl an Deckeln und Kappen ist schier unüberschaubar, und ständig werden neue Verschlüsse entwickelt. „Obwohl in vielen Bereichen kostengünstige Standardprodukte eingesetzt werden, ist der Trend zu immer komplexeren Verschluss-Systemen ungebrochen“, erläutert Oliver Kutsch, Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts Ceresana Research: „Gefragt werden vor allem mehr Funktionalität, bessere technische Eigenschaften und Komfort, aber auch Gewichtsreduzierung, Energieeinsparung bei der Produktion und Recycling.“ Ceresana hat den europäischen Markt für Kunststoff-Verschlüsse unter die Lupe genommen.
Milliarden-Markt
Künstliche Weinkorken, Sprühpumpen, Kappen für Deo-Roller, Deckel für Tuben und andere Verschlüsse sind zwar nur Kleinteile, aber insgesamt ein beachtlicher Wachstumsmarkt: Im vergangenen Jahr wurden in Europa über 200 Milliarden Verschlüsse aus Kunststoff verkauft, 60 Milliarden mehr als vor zu Anfang des Jahrzehnts. Bis 2017 erwarten die Marktforscher ein weiteres Wachstum von durchschnittlich 2,3 Prozent pro Jahr. Der mit Kunststoff-Verschlüssen in Europa erzielte Umsatz wird folglich von derzeit 1,7 Milliarden Euro auf mehr als 2 Milliarden Euro pro Jahr steigen. Die Hersteller von Deckeln und Kappen, aber auch die Produzenten entsprechender Maschinen und die Zulieferer von Kunststoffen und Additiven profitieren vor allem davon, dass für Lebensmittel und Getränke immer mehr Kunststoff-Verpackungen verwendet werden. Für die Verschlüsse werden dabei zunehmend Polypropylen und Polyethylen gebraucht. Hohe Zuwächse erzielen insbesondere einzelne Teilmärkte des Getränkesektors, wie zum Beispiel Bier, Joghurt, Milchprodukte und Sportgetränke.
Regionale Unterschiede
Am stärksten legen Fabrikation und Verbrauch von Kunststoff-Verschlüssen in Russland, Polen und der Türkei zu. In Osteuropa investieren die Hersteller vor allem in die Serienproduktion von standardisierten Produkten, etwa Schraubverschlüsse für PET-Getränkeflaschen. In Westeuropa konzentrieren sich die Produzenten dagegen zunehmend auf qualitativ hochwertige Produkte und spezielle Auftragsfertigungen, zum Beispiel auf anspruchsvolle Verschlüsse mit Versiegelung und eingebauten Dosierhilfen für Medikamente. Besonders bei Kosmetika spielen auch optische Eigenschaften, wie Transparenz und Glanz, eine bedeutende Rolle.
Detaillierter Überblick
Die auftragsunabhängige Marktstudie Kunststoff-Verschlüsse analysiert Produktion, Verbrauch und Handel von Kunststoff-Verschlüssen in 31 europäischen Ländern und prognostiziert die voraussichtliche Entwicklung bis zum Jahr 2017. Detailliert wird in der Studie die Nachfrage nach Plastik-Deckeln und Kappen untersucht, und zwar jeweils für einzelne Anwendungsgebiete. Neben einem Herstellerverzeichnis von Verschluss-Produzenten und Angaben zu Innovationen und Trends bietet die Studie auch grundlegende Informationen zu den verschiedenen Verschluss-Arten, beispielsweise zur Rechtslage hinsichtlich Lebensmittelkontakt und Kindersicherung.
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