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25.10.2010: Autos, Schiffe oder Flugzeuge verfügen über viele Bauteile, die mit Lack überzogen sind. Er schützt unter anderem das darunterliegende Metall vor Umwelteinflüssen. Doch schon ein winziger Haarriss in der Lackschicht kann bewirken, dass das Metall mit der Umgebung reagiert. Mikrokapseln sollen diese Reaktion verhindern. Dazu werden zwei Sorten von Mikrokapseln direkt in den Lack eingearbeitet. Jede Kapselsorte enthält eine andere Substanz: die eine ein Monomer, die andere einen Katalysator. Bildet sich im Lack ein Riss, so werden die Wände der Kapseln zerstört. Die beiden Substanzen treten aus und reagieren miteinander. Monomere sind kleine Moleküle, die sich in Gegenwart eines Katalysators zu molekularen Ketten oder Netzen - Polymeren - zusammenschließen können. Das gebildete Polymer wirkt als Klebstoff. Er verschließt den Riss, ähnlich wie bei einer heilenden Wunde.

Mikroverkapselung ist eine Technologie, die bereits in unterschiedlichsten Bereichen wie Pharma, Medizin, Kosmetik oder der Lebensmitteltechnologie bis hin zur Bau-, Papier-, Elektronik-, Textil- und Chemieindustrie verwendet wird. Doch das Potenzial dieser an sich bereits Jahrzehnte alten Technologie ist noch längst nicht ausgeschöpft. Technische Neuerungen machen es möglich, immer wieder neue Anwendungsfelder zu erschließen.

Selbstheilende Oberflächen sind ein Schwerpunkt des Workshops »Business Model Innovation - Neue Einsatzmöglichkeiten für Mikroverkapselung«, der am 28. Oktober 2010 im Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP in Potsdam-Golm stattfindet.

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