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17.11.2010: Mit 1,5 Millionen Euro und zehn neuen Stellen fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) jetzt die Entwicklung von Superkondensatoren an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Superkondensatoren sind neue, flexible Energiespeicher, die Strom zuverlässig und schnell verfügbar halten. Das interdisziplinäre Projekt gehört zu neun von 30 Vorhaben, die in der zweiten Phase des BMBF-Förderprogramms "Forschung für den Markt im Team" als förderfähig bewertet wurden.

Als wichtigstes Anwendungsgebiet für Super-Kondensatoren wurde in der ersten Projektphase von November 2009 bis März 2010 der Markt der erneuerbaren Energien, insbesondere die Speicherung von Windenergie, ermittelt. Weil die Produktion von Solar- und Windstrom je nach Wetterlage schwankt, muss das Angebot zurzeit noch durch konventionelle Kraftwerke ausgeglichen werden.

Super-Kondensatoren können zudem deutlich größere Energiemengen speichern als andere Energiespeichersysteme, da sie die Vorteile zweier verschiedener Materialien in einem Bauelement vereinigen. In einem eigenen Innovationslabor entwickeln die Wissenschaftler unter Leitung von Dr. Alexandra Buchsteiner nun einen Super-Kon-Demonstrator.

Ein wesentlicher Eckpfeiler des Forschungsvorhabens "Super-Kon: Neue Super-Kondensatoren als Energiespeicher" ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit der beteiligten Fachgruppen. Gemeinsam arbeiten das Institut für Chemie, das Interdisziplinäre Zentrum für Materialwissenschaften sowie das Institut für Physik der MLU an der Entwicklung einer Energiespeicherung, die flexibel, ökologisch und sicher ist.

Besonderheit des Förderprogramms "Forschung für den Markt im Team" ist die Beteiligung eines Wirtschaftswissenschaftler am Projekt. Mit Hilfe von Marktanalysen und Verwertungskonzepten soll auf diese Weise die wirtschaftliche Verwertbarkeit von Forschungsergebnissen erhöht werden. Ein Projektbeirat aus Vertretern vorwiegend regionaler Unternehmen wird die Wissenschaftler bei der Entwicklung des Super-Kons unterstützen. Ein intensiver Wissens- und Technologietransfer wird auch durch die veranstalteten Innovationsworkshops gepflegt. Erstmals diskutierten die Forscher im Januar 2010 mit zahlreichen Wirtschaftsvertretern über deren spezifische Anforderungen für eine erfolgreiche Produktentwicklung. Weitere Workshops sind geplant.

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