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05.12.2012: Die Photovoltaik ist noch immer eine sehr teure Technologie. Eine deutlich kostengünstigere Variante zu den traditionellen Solarzellen könnten Farbstoffsolarzellen sein. Dabei fängt ein Farbstoff statt eines Halbleitermaterials das Licht ein. Besonders vielversprechend scheinen Tandem-Zellen aus einer konventionellen n-Typ- und einer „inversen“ p-Typ-Farbstoffsolarzelle. Eine vielversprechender Ansatz, um die Leistung von photovoltaischen Zellen zu steigern, ist die Kombination einer n- und einer p-Typ-Farbstoffsolarzelle zu einer Tandem-Zelle. Trotz einiger Fortschritte hinken die p-Typen in ihren Leistungsdaten aber immer noch deutlich hinter ihren n-Gegenstücken her. Wissenschaftler von der Monash University und der Commonwealth Scientific and Industrial Research Organization (Australien) sowie der Universität Ulm ist nun eine weitere deutliche Verbesserung der Effizienz von p-Typ-Zellen geglückt, indem sie einen anderen Redoxmediator wählten.

Das üblicherweise eingesetzte System aus Iodid und Tri-Iodid ersetzten die Forscher um Udo Bach und Leone Spiccia durch einen bekannten Kobalt-Komplex, Tris(ethylenediamin)cobalt (II)/(III), bei dem das Kobalt zwischen den Oxidationsstufe +2 und +3 wechseln kann. Der Vorteil dieses System: Sein Redoxpotential liegt wesentlich niedriger. Aus diesem Grund ist die Leerlaufspannung, ein entscheidender Kennwert für Solarzellen, doppelt so hoch. Gleichzeitig ist die treibende Kraft hoch genug, um eine rasche und effiziente Regenerierung des verwendeten Farbstoffs zu gewährleisten. Zellen auf dieser Basis erreichen eine Energieumwandlungseffizienz von 1,3%, während die bisherigen Systeme maximal 0,41% erreichten. Auch bei diffusem Sonnenlicht bedeckter Tage zeigt die p-Typ-Farbstoffsolarzelle mit dem Kobalt-basierten Redoxmediator vielversprechende Leistungsdaten.

Originalveröffentlichung:
Udo Bach et al.; "Highly Efficient p-Type Dye-Sensitized Solar Cells based on Tris(1,2-diaminoethane)Cobalt(II)/(III) Electrolytes."; Angewandte Chemie.

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