26.03.2013: BASF hat angepasste Werte für das Geschäftsjahr 2012 veröffentlicht, die die neuen internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS 10 und 11 sowie den International Accounting Standard (IAS) 19 (revised) berücksichtigen. Seit 1. Januar 2013 wendet das Unternehmen diese Standards an. Um Vergleichswerte für den Zwischenbericht zum 1. Quartal 2013, der am 26. April 2013 veröffentlicht wird, zur Verfügung zu stellen, veröffentlicht BASF rückwirkend angepasste Werte für 2012. Diese bilden auch die neue Segmentstruktur ab, die ebenfalls seit 1. Januar 2013 gilt. BASF hat demnach 14 anstatt 15 Unternehmensbereiche, die in fünf anstatt sechs Segmenten zusammengefasst sind.
Die Anwendung der IFRS 10 und 11 bringt bei BASF eine Änderung des Konsolidierungskreises mit sich. Vom 1. Januar 2013 an werden vier bisher voll konsolidierte sowie mehrere zuvor anteilig konsolidierte Gesellschaften nach der Equity-Methode in den BASF-Gruppenabschluss einbezogen. Insgesamt führt die Anwendung der IFRS 10 und 11 bei gleichbleibendem Jahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter dazu, dass Umsatz und Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT), insbesondere im Segment Oil & Gas, niedriger ausgewiesen werden. Der Jahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter wird durch die Anwendung des IAS 19 (revised) leicht reduziert. IAS 19 (revised) betrifft die Bilanzierung von Leistungen an Arbeitnehmer.
Wesentliche angepasste Werte für 2012:
- Umsatz: 72.129 Millionen € (bisher: 78.729 Millionen €)
- Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Abschreibungen (EBITDA): 10.009 Millionen € (bisher: 12.516 Millionen €)
- EBIT vor Sondereinflüssen: 6.647 Millionen € (bisher: 8.881 Millionen €)
- EBIT: 6.742 Millionen € (bisher: 8.976 Millionen €)
- Jahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter: 4.819 Millionen € (bisher: 4.879 Millionen €)
- Ergebnis je Aktie: 5,25 € (bisher: 5,31 €)
Anpassung der Finanzziele für 2015 und 2020
Die BASF hat im November 2011 Umsatz- und Ergebnisziele für 2015 und 2020 im Rahmen ihrer „We create chemistry“-Strategie angekündigt. BASF strebt an, zwei Prozentpunkte über der globalen Chemieproduktion pro Jahr zu wachsen. Aufgrund der Änderungen durch IFRS 10 und 11 passt die BASF ihre Ziele wie folgt an:
2015
- Umsatz: 80 Milliarden € (bisher: 85 Milliarden €)
- EBITDA: 14 Milliarden € (bisher: 15 Milliarden €)
- Ergebnis je Aktie: 7,50 € (unverändert)
2020
- Umsatz: 110 Milliarden € (bisher: 115 Milliarden €)
- EBITDA: 22 Milliarden € (bisher: 23 Milliarden €)
Jährliches Ziel
- Prämie auf die Kapitalkosten: durchschnittlich mindestens 2,0 Milliarden € pro Jahr (bisher: 2,5 Milliarden €)
Diese Anpassungen berücksichtigen noch nicht den geplanten Asset-Tausch mit Gazprom, dessen Abschluss zum Jahresende 2013 erwartet wird. Die Transaktion beinhaltet die Devestition des Erdgashandels- und Erdgasspeichergeschäfts der BASF sowie von Anteilen der Förderaktivitäten in der Nordsee. Diese Aktivitäten trugen 2012 insgesamt rund 10 Milliarden € zum Umsatz und rund 500 Millionen € zum EBITDA der BASF-Gruppe bei.
Ausblick für 2013 unverändert
BASF strebt an, den Absatz im Jahr 2013 ohne Berücksichtigung von Akquisitionen und Devestitionen zu erhöhen. Das Unternehmen will bei Umsatz und EBIT vor Sondereinflüssen die angepassten Werte des Jahres 2012 übertreffen. Die erwartete stärkere Nachfrage sowie Maßnahmen zur Verbesserung der operativen Exzellenz und zur Effizienzsteigerung werden dazu beitragen. Auch 2013 will BASF eine hohe Prämie auf die Kapitalkosten verdienen.