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BASF, Cargill und Novozymes erreichen bei biobasierter Acrylsäure einen weiteren wichtigen Meilenstein

17.09.2014

BASF, Cargill und Novozymes haben bekanntgegeben, dass im Rahmen ihrer gemeinsamen Entwicklung von Technologien zur Herstellung von Acrylsäure aus nachwachsenden Rohstoffen ein weiterer Meilenstein erreicht wurde. Den Mitarbeitern gelang es, 3‑Hydroxypropionsäure (3-HP) erfolgreich in Acrylsäure und Superabsorbierende Polymere umzuwandeln. Darüber hinaus wurde ein Prozess für das weitere Scale-up ausgewählt.

Im August 2012 hatten BASF, Cargill und Novozymes bekanntgegeben, dass sie auf Grundlage eines gemeinsamen Vertrags einen Prozess für die Umwandlung nachwachsender Rohstoffe in biobasierte Acrylsäure entwickeln wollen. Im Juli 2013 hatten die Partner verlauten lassen, dass ihnen die Herstellung von 3-HP, einem möglichen Acrylsäure-Vorprodukt, im Pilotmaßstab gelungen sei.

BASF plant, die biobasierte Acrylsäure zunächst zur Herstellung von Superabsorbern (SAP) einzusetzen. Derzeit erfolgt die Herstellung von Acrylsäure durch Oxidation von Propylen, welches hauptsächlich aus raffiniertem Rohöl gewonnen wird. „Nach genau 18 Monaten haben wir den endgültigen Prozess zur Umwandlung von 3-HP in Acrylsäure festgelegt. Wir arbeiten nun mit Nachdruck am Aufbau einer kleinen integrierten Pilotanlage für diesen Schritt bis Ende dieses Jahres“, erklärte Teressa Szelest, Senior Vice President Global Hygiene Business der BASF. Zusammen mit der 3-HP-Pilotanlage, die von Cargill betrieben und von Novozymes unterstützt wird, wird dies die Pläne der BASF für einen schnellen Markteinstieg mit Superabsorbern aus biobasierter Acrylsäure weiter vorantreiben.

„Wir freuen uns sehr, dass das Projekt mit großen Schritten und dem Willen zu einer raschen Vermarktung voranschreitet“, erklärte Kristian Bjørneboe, Vice President Business Creation und Acquisition bei Novozymes. „Wir prüfen und verfolgen verschiedene Optionen, wie wir rasch die Herstellung von Acrylsäure aus 3-HP im industriellen Maßstab erreichen können, um die Nachfrage nach Konsumgütern aus nachwachsenden Rohstoffen auf dem Markt decken zu können. In der Zwischenzeit geht die Optimierung der Fermentation, gemäß den Anforderungen einer Produktion im industriellen Maßstab, voran.“

„Cargill hat zusammen mit BASF und Novozymes etwas gewagt, was es zuvor noch nie gab: Obwohl unsere Zusammenarbeit noch nicht einmal seit zwei Jahren besteht, haben wir große Fortschritte auf dem Weg hin zu unserem gemeinsamen Ziel gemacht“, erklärte Jack Staloch, Vice President der F&E-Abteilung von Cargill. „Dies ist ein hervorragendes Beispiel dafür, was man erreichen kann, wenn sich führende Vertreter der Branche mit einzigartigem biotechnologischem und chemischem Know-how zusammentun, um Innovationen hervorzubringen.“

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