Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

Salz aus Industrieabwasser wiederverwerten

Neues Forschungsprojekt unter Führung von Covestro

10.01.2017

Covestro sucht zusammen mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft nach neuen Wegen zur möglichst umweltfreundlichen Rückgewinnung von Salz und Wasser aus Industrieabwasser. Damit befasst sich ein Forschungsprojekt unter Führung des Leverkusener Werkstoffherstellers. Das aufbereitete Salz sowie das gereinigte Abwasser sollen in Elektrolyseverfahren zur Chlorgewinnung genutzt werden.

Der Hintergrund: In vielen industriellen Prozessen fallen beträchtliche Mengen an Abwasser mit sehr hohen Salzkonzentrationen an. Gelangen sie in Gewässer, stellt dies eine Umweltbelastung dar – besonders für Flüsse und Seen, die für die Trinkwasseraufbereitung genutzt werden. Daher besteht Handlungsbedarf, um neue umweltfreundliche und ökonomisch tragfähige Verfahren zur Aufbereitung und Nutzung von solchem Abwasser zu entwickeln.

„Ein wichtiges Ziel des Vorhabens ist es, im Zuge der Aufbereitung der Salzlösungen den Salzgehalt so umweltfreundlich wie möglich zu erhöhen“, sagt Projektkoordinatorin Dr. Yuliya Schiesser aus der Prozessforschung von Covestro. Dazu soll unter anderem Abwärme aus den benachbarten Produktionsanlagen genutzt werden. „Unser Ziel ist es, dass am Ende nicht nur die Kunststoffbranche, sondern auch andere Industriezweige ihren Nutzen davon haben“, erklärt Schiesser.

Zur Erprobung ist eine Demonstrationsanlage bei Covestro am Standort Krefeld-Uerdingen geplant. Dort setzt das Unternehmen bereits seit Anfang 2016 in einer Pilotanlage ein Recycling-Verfahren ein, das es selbst entwickelt hat. Dabei wird salzhaltiges Prozessabwasser gereinigt, um bei der Produktion von Chlor wieder eingesetzt zu werden, einem wesentlichen Rohstoff bei der Herstellung von Polycarbonat und anderen Kunststoffen.

Auf diese Technologie baut das neue Verbundprojekt namens „Re-Salt“ (Recycling von industriellen salzhaltigen Prozesswässern) auf. Beteiligt sind ferner das DVGW-Technologiezentrum Wasser, die Donau Carbon GmbH, die Universität Duisburg-Essen, das Dechema-Forschungsinstitut, die Envirochemie GmbH und die Technische Hochschule Köln.

„Re-Salt“ läuft über drei Jahre und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Fördermaßnahme WavE gefördert.

Fakten, Hintergründe, Dossiers
  • Prozesswasseraufbereitung
  • Donau Carbon
  • Universität Duisburg-Essen
  • EnviroChemie
  • Dechema
  • TH Köln
  • Abwasser
Mehr über Covestro
  • News

    Covestro profitiert von US-Steuerreform

    (dpa-AFX) Der Kunststoffhersteller Covestro dürfte deutlich von der US-Steuerreform profitieren. Man rechne für das zurückliegende Jahr mit einem positiven Effekt auf das Konzernergebnis in Höhe von 85 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Montag in Leverkusen mit. Die Steuerquote, also ... mehr

    Covestro könnte in Dax aufsteigen

    (dpa-AFX) Nach dem weitgehenden Rückzug des Pharma- und Agrochemiekonzerns Bayer bei seiner einstigen Kunststoff-Sparte Covestro steigen deren Chancen auf einen Aufstieg in Deutschlands erste Börsenliga Dax. Grund dafür ist, dass die Aktien nun viel breiter bei Investoren gestreut sind. Im ... mehr

    Covestro verlängert Vertrag mit CTO

    Der Aufsichtsrat der Covestro AG hat den Vertrag von Vorstandsmitglied Dr. Klaus Schäfer zum 1. Januar 2018 um weitere fünf Jahre bis Ende 2022 verlängert. Schäfer gehört seit dem Börsengang 2015 dem Vorstand der Covestro AG an und ist als Chief Technology Officer (CTO) verantwortlich für P ... mehr

  • Firmen

    Covestro AG

    Covestro ist seit September 2015 ein rechtlich eigenständiges Unternehmen. Es hat seinen Ursprung im Bayer-Konzern, dessen Wurzeln bis ins 19. Jahrhundert reichen. Viele wichtige Ereignisse der Firmengeschichte sind mit dem Stammland Deutschland verbunden. Covestro zählt weltweit zu den grö ... mehr

Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.