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Flüssigkristalle für neue optische Anwendungen

Merck kooperiert mit Universität Leeds

19.05.2017

Merck KGaA

Merck hat bekannt gegeben, dass es eine fünfjährige Forschungskooperation mit der Universität Leeds geschlossen hat. Ziel ist es, neue digitale optische Anwendungen mit Flüssigkristallen zu entwickeln und unter dem Dach der strategischen Initiative „Emerging Innovation – LC 2021‟ zu bündeln. Als weltweiter Markt- und Technologieführer bei Flüssigkristallen (Liquid Crystals, LC) sieht Merck in optischen Anwendungen großes Zukunftspotenzial.

Die Universität Leeds gehört zu den renommiertesten Forschungseinrichtungen für Flüssigkristallanwendungen in Großbritannien und hat sich zuletzt insbesondere mit Nicht-Display-Anwendungen einen Namen gemacht, wie etwa schaltbaren Kontaktlinsen.
Mark Verrall, Forschungsleiter der Geschäftseinheit Display Materials innerhalb von Merck erläutert: „Die Universität Leeds ist ein idealer Partner für uns, denn die Forschungs-Teams verfügen über breites Anwendungs-Know-How und haben die Möglichkeiten, Prototypen der zukünftigen Geräte zu bauen. Von Merck-Seite konzentrieren wir uns darauf, spezielle LC-Materialien für solche optischen Anwendungen über Displays hinaus zu entwickeln“.

Sir Alan Langlands, Vizekanzler der Universität Leeds, sagt: „Diese spannende Forschungskooperation zeigt, dass wir durch natur- und ingenieurwissenschaftliche Arbeit praxistaugliche Lösungen entwickeln können. Unsere Universität hat weltweit eine Vorreiterrolle in der Flüssigkristallforschung. Unsere Forscher sind dafür bekannt, Flüssigkristallanwendungen zu entwickeln, die weit über das hinausgehen, was wir in flachen Bildschirmen kennen.“

Großes Wachstumspotenzial für digitale optische Anwendungen

Die Zusammenarbeit zwischen Merck und der Universität Leeds, bei der Merck eine Million britische Pfund investiert, soll optische Anwendungen mit Flüssigkristallen zur Marktreife führen. Digitale Brillen, schaltbare Kontaktlinsen, VR-Brillen oder andere optische Instrumente sind ein interessanter Wachstumsmarkt. Darüber hinaus geht es um neue Anwendungen für die Lichtsteuerung in Häusern oder in Autos sowie Sensoren. Auch bei Mercks Kunden stoßen optische Anwendungen auf immer mehr Interesse. Deshalb wird Merck seine Forschungsaktivitäten bei LC-Materialien mit hoher Doppelbrechung für die optische Nutzung intensivieren. Die Universität Leeds verfügt sowohl über Know-how als auch über sehr moderne Anlagen, um Machbarkeitsstudien durchzuführen und Prototypen der Geräte zu entwickeln. Erklärtes Ziel ist es auch, gemeinsam Patente für solche Anwendungen anzumelden.

Parallel zur Partnerschaft mit Merck investiert die Universität sowohl in hochkarätiges Forschungspersonal als auch in Gebäude. Die Investition beläuft sich auf 96 Millionen britische Pfund und umfasst Ingenieur- und Physikwissenschaften. Um an wichtigen Herausforderungen zu arbeiten werden hier talentierte Physiker, Chemiker, Materialwissenschaftler, Ingenieure und Computerwissenschaftler zusammengebracht. Die Eröffnung soll 2020 erfolgen.

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