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Merck erhält Technology Innovation Award 2017

26.10.2017

Merck KGaA

Michael Heckmeier, Leiter der Geschäftseinheit Display Materials innerhalb von Merck, links im Bild, nahm die Auszeichnung für Merck entgegen. Rechts im Bild: Jeff Frigstad, Global Senior Vice President Best Practices bei Frost & Sullivan.

Merck ist für seine Flüssigkristallfenster-Technologie von Frost & Sullivan mit dem „Technology Innovation Award“ in der Kategorie „Smart Glass Industry“ ausgezeichnet worden. Der Preis, der am 23. Oktober in London feierlich verliehen wurde, erkennt Merck als einen der wichtigsten Innovationstreiber mit signifikanten Wettbewerbsvorteilen im Markt für intelligente Verglasungen an. Die Nachfrage für solche intelligenten Verglasungen steigt weltweit – insbesondere in der Architektur und in der Automobilbranche. Auf Knopfdruck den Lichteinfall zu verändern oder Privatsphäre zu schaffen, bietet unvergleichlichen Nutzen: mehr Wohlbefinden, geringeren Energieverbrauch in der Gebäudeklimatisierung oder Schutz vor unerwünschten Blicken.

„Der Preis honoriert, dass wir eine bahnbrechende Technologie mit echten Wettbewerbsvorteilen entwickelt haben. Wir sind stolz darauf, dass unsere Expertise bei den Flüssigkristall-Materialien diese in Sekundenschnelle schaltenden Fenster möglich macht“, sagte Michael Heckmeier, Leiter der Geschäftseinheit Display Materials innerhalb von Merck. „Unsere Kunden im Architektur- und Automobilbereich sind von den ersten Anwendungen begeistert. Sie warten schon darauf, dass Ende 2017 die Produktion am neuen Standort in Veldhoven in den Niederlanden beginnen kann“.

„Um im Markt der intelligenten Verglasung erfolgreich zu sein, muss ein Unternehmen vor allem schnelle Schaltzeiten sowie ein langlebiges, anpassbares und ästhetisches Produkt bieten. Bei allen diesen Kriterien hat Merck nach unserer Analyse die Nase vorn, da sie sowohl die technische Expertise als auch das Forschungs-Knowhow bei Flüssigkristallen optimal auf die neue Anwendung übertragen konnten“, kommentierte Afia Allapitchai, Research Analyst bei Frost & Sullivan. „Aus unserer Sicht hat die Flüssigkristallfenster-Technologie das Potenzial verschiedenste Anwendungen tiefgreifend zu verändern. Für Merck bietet sich so die Chance sich in Europa als Marktführer für intelligente Verglasung zu etablieren.“

Jedes Jahr zeichnet Frost & Sullivan mit dem „Technology Innovation Award“ in verschiedenen Kategorien Unternehmen aus, die eine neue Technologie mit überragendem Kundennutzen zur Marktreife führen. Mit dem Preis wird nicht nur die Innovationskraft der Technologie anerkannt, sondern auch der zukünftige Geschäftswert. Nach einem 10-stufigen Kriterienkatalog vergleicht Frost & Sullivan die Leistung der Wettbewerber.

Visionär und nachhaltig: Für Architektur und Fahrzeuge

Flüssigkristallfenster lassen sich in Gebäuden in drei Varianten einsetzen: als Sonnenschutz, als Blendschutz und als „Privacy“-Anwendung. Die Sonnenschutz-Variante kommt zukünftig auch für Automobilanwendungen zum Einsatz. Durch die große Auswahl an Farben und Formen können die Fenster optimal an das Umfeld angepasst werden und bieten hohe Designfreiheit. Die Sonnenschutz-Variante ist in verschiedenen Bandbreiten der Lichtdurchlässigkeit realisierbar und erreicht Energie-Einsparungen von bis zu 40 Prozent bei der Gebäudeklimatisierung. Für den Nutzer bieten die Fenster höchsten Komfort, denn sie sind sekundenschnell und stufenlos schaltbar sowie in beiden, dem hellen und dem dunklen Zustand absolut transparent und farbneutral – beides entscheidende Vorteile im Vergleich zu Wettbewerbstechnologien. Mit der Blendschutz-Variante wird das Glas nicht nur verdunkelt sondern auch diffus, um ein Blenden der Sonne zu verhindern. So wird etwa das Arbeiten an einem Computerbildschirm angenehmer. Mechanische Verdunklungen wie Jalousien werden nicht mehr benötigt. Die „Privacy“-Variante schaltet von durchsichtig nach milchig und schützt vor unerwünschten Blicken. Besonderheit der Technologie von Merck ist, dass die Fenster im durchsichtigen Zustand kristallklar sind. Eingesetzt werden die unter dem Markennamen Licrivision vertriebenen Materialien zukünftig auch in Fahrzeugen. Erste Autohersteller planen, die Technologie in Sonnendächern ihrer Premiumfahrzeuge einzusetzen. Darüber hinaus evaluiert Merck die Nutzung in Flugzeugen, Schiffen oder Sonnenbrillen.

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