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02.11.2007: (dpa) Die chemische Industrie in Deutschland zeigt trotz der hohen Ölpreise und des starken Euro keine Anzeichen von Schwäche. Im dritten Quartal lag die Produktion um 5,5 Prozent über dem Vorjahreszeitraum, wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Im Quartalsvergleich gab es ein Plus von 1,5 Prozent. Der Umsatz stieg bei höheren Preisen binnen Jahresfrist um 9 Prozent und im Vergleich zum zweiten Quartal um 1 Prozent. «Wir sind zuversichtlich, dass die positiven Impulse aus dem Export bis zum Jahresende anhalten und auch der Aufschwung im Inland nicht wesentlich nachlässt», sagte VCI-Präsident Ulrich Lehner laut Mitteilung.
Für das gesamte Jahr rechnet der VCI mit einem Produktionswachstum von rund vier Prozent. Der Branchenumsatz soll um 7,5 Prozent zulegen. «Das Geschäft mit chemischen Produkten läuft zur Zeit hervorragend. Alle Sparten der deutschen Chemie profitieren vom starken Wachstum der Weltwirtschaft», sagte VCI-Präsident Lehner. Die gute Industriekonjunktur sowie die wachsende Nachfrage nach Pharmazeutika aus deutscher Produktion sorgten im dritten Quartal für eine Kapazitätsauslastung von 86 Prozent. Auch die Beschäftigung stieg leicht an. Von Juli bis September arbeiteten 438.500 Männer und Frauen in der Branche, 0,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Für den starken Umsatzanstieg im dritten Quartal auf 42,1 Milliarden Euro sorgten auch Preiserhöhungen infolge der gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten. Chemische Erzeugnisse waren von Juli bis September durchschnittlich um 0,6 Prozent teurer als in den drei Vormonaten und 2,1 Prozent teurer als im Vorjahreszeitraum. Angesichts des neuerlichen Kostendrucks von Seiten der Rohstoffmärkte und der guten Chemienachfrage seien weitere Preissteigerungen möglich, hieß es.
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