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20.11.2008: Prof. Dr. Lukas Gooßen vom Fachbereich Chemie der Technischen Universität Kaiserslautern erhält den mit 12.500 Pfund dotierten europäischen Forschungspreis für organische Chemie des Pharmaunternehmens AstraZeneca. Mit dem Preis verbunden ist die Förderung der Doktorarbeit eines Studierenden an der TU Kaiserslautern.
Das aktuelle Forschungsinteresse der Arbeitsgruppe von Prof. Gooßen gilt unter anderem der Entwicklung neuer Syntheseverfahren als Alternativen zu komplexen Transformationen. Dabei konzentriert er sich auf die Realisierung neuer Konzepte zur Abfallminimierung in katalytischen Transformationen, insbesondere bei Kreuzkupplungen und Additionsreaktionen. In seinen neuen Synthesemethoden dienen oftmals die auch in der belebten Natur weit verbreiteten Carbonsäuren als Einsatzstoffe, wobei sie ökologisch bedenkliche Halogenverbindungen oder schwer handhabbare Organometallverbindungen ersetzen.
Ein aktuelles Projekt ist die Entwicklung einer neuen Synthese von Biarylen und Arylketonen, wichtigen Bausteinen von Arznei- und Pflanzenschutzmitteln.
Lukas J. Gooßen, geboren 1969 in Bielefeld, studierte Chemie an den Universitäten von Bielefeld, Michigan und Berkeley und promovierte 1997 an der TU München unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang A. Herrmann. Nach einem Postdoktoranden-Aufenthalt am Scripps Research Institute, San Diego, USA, im Arbeitskreis von Prof. K. Barry Sharpless, arbeitete er knapp zwei Jahre in der Zentralen Forschung der Bayer AG. Er habilitierte 2004 im Arbeitskreis von Prof. Dr. Manfred T. Reetz am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim, und setzte seine Forschung als Heisenbergstipendiat an der RWTH Aachen fort. Seit 2005 ist er als Professor an der TU Kaiserslautern am Lehrstuhl für Organische Chemie tätig.
Mit dem "AstraZeneca Award in Organic Chemistry 2008 ", der jährlich an je einen herausragenden britischen und weiteren europäischen Wissenschaftler verliehen wird, möchte AstraZeneca verdeutlichen, dass medizinischer Fortschritt im Wesentlichen auch durch innovative Chemie vorangetrieben wird. Die Fördermittel, insgesamt mehr als 100.000 Euro, sollen dem Forscher die Weiterführung seiner unabhängigen Projekte im Bereich synthetische, mechanistische oder bioorganische Chemie erleichtern.
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