Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

01.12.2008: STF-Benzin - so heißt der neue alternative Kraftstoff der nächsten Generation, der in Sachsen entwickelt wird. Der hochoktanige Treibstoff soll unter anderem aus bisher ungenutzten Erdölbegleitgasen gewonnen werden. In einem gemeinsamen Projekt wollen die Chemieanlagenbau Chemnitz GmbH (CAC) und die TU Bergakademie Freiberg die Technologie erstmals zur Marktreife führen. In Freiberg entsteht dazu eine Versuchsanlage, deren Bau und Erprobung das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit (SMWA) maßgeblich fördert.

Hochoktaniges Benzin wird für energiesparende und umweltschonende Fahrzeuge nach eigenen Angaben in Zukunft ein Muss. Es hilft, den Kraftstoffverbrauch und damit auch den Schadstoffausstoß zu senken. Um den Bedarf zukünftig zu decken und gleichzeitig die Abhängigkeit von Erdöl zu senken, erproben Freiberger Wissenschaftler zusammen mit Chemnitzer Anlagenbauern eine neue Technologie. Sie verspricht eine höhere Benzinausbeute bei geringeren Kosten. Ausgangsstoff des Verfahrens ist dabei nicht mehr Erdöl, sondern ein gasförmiger fossiler Energieträger. Perspektivisch ist auch der Einsatz von Kohle oder nachwachsenden Rohstoffen möglich.

Vor allem der Einsatz von Erdölbegleitgasen scheint vielversprechend. "Mit den Erdölbegleitgasen ließe sich der jährliche Energieverbrauch in ganz Deutschland decken", erläutert Prof. Bernd Meyer, Direktor des Instituts für Energieverfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen. Bisher wurden diese Gase, die sich in Erdöllagerstätten bilden, größtenteils abgefackelt, unter anderem auf Grund von Problemen beim Transport. Nun kann man aus ihnen in Zukunft Kraftstoff gewinnen. "Die neue Technologie macht es möglich, das Gas direkt am Förderloch in transportfähiges Benzin zu verwandeln und so weiter zu nutzen. Gleichzeitig können dadurch CO2-Emissionen reduziert werden, die bei der bisherigen Verbrennung des Gases weltweit in einer Größenordnung von jährlich 100 bis 150 Mio. t anfallen." Die Benzin-Versuchsanlage, die in Freiberg entsteht, wird dieses Verfahren zunächst mit Synthesegas aus Erdgas erproben.

Merkliste

Hier setzen Sie die nebenstehende News auf Ihre persönliche Merkliste

Fakten, Hintergründe, Dossiers
Mehr über TU Bergakademie Freiberg
Kontakt
Technische Universität Bergakademie Freiberg
Akademiestraße 6
09596 Freiberg
DEUTSCHLAND
Tel.
+49373139-0
Fax
+49373122195
  • News

    TU Bergakademie Freiberg startet mit neuen Studiengängen ins Wintersemester

    Mit neuen Studiengängen im Technologie- und Materialbereich schärft die TU Bergakademie Freiberg zum Wintersemester 2011/12 ihr Profil einer Ressourcenuniversität. „Photovoltaik und Halbleitertechnik, „Energie- und Ressourcenwirtschaft“ und „Computational Materials Sciences“ heißen die drei ... mehr

    Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie gegründet

    Mit der Übergabe eines symbolischen silbernen Schlüssels gründete Bundesforschungsministerin Prof. Annette Schavan am Montag, dem 29.8.2011, in Freiberg zusammen mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie. Es wird geme ... mehr

    Sprengen für die Werkstoffforschung

    Ein Forschungslabor für Materialsynthesen unter Tage wurde am 11. Juli im Lehr- und Forschungsbergwerk "Reiche Zeche" der TU Bergakademie Freiberg in Sachsen auf dem Fuchsmühlenweg feierlich eingeweiht. "Wir werden im neuen Schockwellenlabor Versuche zur Synthese und Umwandlung neuer Hochle ... mehr

  • Universitäten

    Technische Universität Bergakademie Freiberg

    Vier Kernfelder — Geo, Material, Energie, Umwelt — geben der ältesten montanwissenschaftlichen Universität der Welt ihr einmaliges und unverwechselbares Profil als Ressourcenuniversität. Auf diesen vier Gebieten arbeiten Wissenschaftler und Studenten aller Fachbereiche engagiert zusammen. M ... mehr

Mehr über Chemieanlagenbau Chemnitz
  • News

    CAC verbucht Auftragszugang trotz Finanzkrise

    Die Chemieanlagenbau Chemnitz GmbH (CAC) hat einen Auftrag für das Basic Engineering und die Erarbeitung der Dokumentation für das Genehmigungsverfahren einer neu zu errichtenden Erdölverarbeitungsanlage mit einer Kapazität von 6 Mio. t Rohöl pro Jahr in Russland erhalten. Unter dem Gesich ... mehr

    Energiekonzepte für das Nach-Erdölzeitalter

    Die TU Bergakademie Freiberg ruft gemeinsam mit Universitäten, Großforschungseinrichtungen sowie führenden Stromversorgern, spezialisierten Anlagenbauern und Unternehmen aus der Kohle- und Biomasseindustrie ein Deutsches Energierohstoff-Forschungsnetzwerk ins Leben. Gemeinsam wollen die Par ... mehr

    Neuer Kraftstoff für die Nachölzeit

    STF-Benzin - so heißt der neue alternative Kraftstoff der nächsten Generation, der in Sachsen entwickelt wird. Der hochoktanige Treibstoff soll unter anderem aus bisher ungenutzten Erdölbegleitgasen gewonnen werden. In einem gemeinsamen Projekt wollen die Chemieanlagenbau Chemnitz GmbH (CAC ... mehr

  • Firmen

    Chemieanlagenbau Chemnitz GmbH

    mehr

Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.