Ziel: Die Teilnehmer erlernen aus praxisbezogener Sicht die Zusammenhänge zwischen Photoinitiierung und gängigen Lichtquellen für die Photopolymerisation. Es werden Kenntnisse über die radikalische und kationische Vernetzung bei Initiierung im UV, violetten, sichtbaren und NIR-Spektralbereich vermittelt. Dabei erkennen die Teilnehmer die Zusammenhänge zwischen dem Photoinitiatorsystem und den Monomer-/Bindemittelgemischen. Die Kenntnisse werden auf Systeme aus der Praxis übertragen.
Inhalt: Moderne Photopolymermaterialien erfordern Kenntnisse über die Wechselwirkung von Lichtquellen, welche nach Eco-Design 2005/32 (LEDs mit Emission im UV, sichtbaren und NIR) klassifiziert sind, mit Photoinitiatorsystemen, die Radikale, Kationen oder beide Spezies bilden. Dabei werden ausgewählte industrielle Anwendungen für die entsprechenden funktionalisierten Monomere und Bindemittel vorgestellt.
Schwerpunkte des Kurses sind:
- Moderne (LEDs, Diodenlaser) und klassische Lichtquellen (Hg Lampen) zur photoinduzierten Vernetzung von praxisrelevanten Systemen
- Wirkungsweise ausgewählter Photoinitiatorsysteme
- Aufbau von ultraschnellen Photopolymeren
- Duale Systeme
- Struktureller Aufbau effizienter Monomere und Bindemittel
- Wirkungsweise von Zusatzstoffen (Pigmente, Inhibitoren)
- Funktionsweise von Photopolymeren in der Informationsaufzeichnung (digitale Bebilderung, Holografie) sowie bei Klebematerialien und Lacken
- Eigenschaften von Photopolymersystemen
Zielgruppe: Chemiker und Physiker, die in Forschung und Entwicklung, Qualitätssicherung oder Produktion tätig sind, z.B. die Lackindustrie (u.a. Möbel, Auto, Versiegelungen, Elektronik), die Konsumgüterindustrie (Kleber), die Druckindustrie (u.a. CtPSysteme, UV-Druck) oder auch die Informationsspeicherung
Leitung: Prof. Dr. Bernd Strehmel
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13.05.2013 bis 14.05.2013 |
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