Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

Prüfeinrichtungen für an Trinkwasserleitungen angeschlossene Augennotduschen

© Prof. Dr. Harald Platen, Dominik Platen and Sebastian Platen

Geltende nationale und internationale Sicherheitsvorschriften fordern die Installation von Augennotduschen an Arbeitsplätzen, an denen z.B. mit Gefahrstoffen umgegangen wird. Die technischen Anforderungen sind in Normen beschrieben (DIN EN 15154 Teile 1 bis 4 für den europäischen Markt, ANSI Z358.1-2014 für den US-amerikanischen Markt). Zur Gewährleistung der ordnungsgemäßen Funktion müssen die Augennotduschen regelmäßig überprüft werden.

In einschlägigen Normen und Sicherheitsvorschriften werden zwar die einzuhaltenden Anforderungen definiert (Volumenstrom, Strömungsverhalten nach Austritt aus der Düse, Temperatur, u.a.), bisher wurden aber weder in Normen, Sicherheitsvorschriften oder Dokumenten von Herstellern entsprechende Prüfgeräte und Prüfverfahren für Augennotduschen beschrieben, mit denen alle notwendigen Prüfungen in einfacher Art durchgeführt werden konnten. Vorgestellt wird eine Prüfeinrichtung für Augennotduschen, mit der die erforderliche Funktionsprüfung als auch die Spülung der Zuleitung durchgeführt wird.

Zentraler Bestandteil der Prüfeinrichtung ist ein transparenter Auffangbehälter (mit Messlinien zur Bestimmung der Wasserverteilung), der über die Duschköpfe der Augennotdusche gestülpt wird, das austretende Wasser auffängt und in einen Messbehälter umleitet; die Form der Wasserverteilung ist beobachtbar und kann beurteilt werden. Zwei Ausgestaltungsformen wurden entwickelt: eine für Augennotduschen mit Auffangbecken, eine zweite für Augennotduschen, die nicht über ein entsprechend fixiertes Auffangbecken verfügen. Die Prüfung kann problemlos über mindestens 15 Minuten durchgeführt werden, wobei das Wasser in einem Reservoir aufgefangen und dabei der Arbeitsplatz vor Überflutung bewahrt wird (was zusätzliche Rutschgefahr und aufwändige Reinigungsarbeiten vermeidet). Die Prüfeinrichtung trägt dazu bei, den Anforderungen an die Funktionsprüfung von Augenduschen mit geringem Aufwand nachzukommen.

© Prof. Dr. Harald Platen, Dominik Platen and Sebastian Platen

Vorteile gegenüber dem Stand der Technik

  • Garantierte Funktionsprüfung
  • Spülung der Zuleitung
  • Transparenter Auffangbehälter: beobachtbar und beurteilbar
  • Geringer Aufwand
  • Zwei Ausgestaltungsformen

Stand der Produktentwicklung

Ein Demonstrator wurde bereits realisiert und ein Funktionsprototyp ist in der Vorbereitung.

Kooperationsmöglichkeiten

Im Auftrag seines Gesellschafters Technische Hochschule Mittelhessen sucht die TransMIT GmbH Kooperationspartner oder Lizenznehmer für den Vertrieb/ die Weiterentwicklung in Deutschland, Europa, den USA und in Asien.

Fakten, Hintergründe, Dossiers
  • Augennotduschen
  • Prüfgeräte
  • Augenduschen
  • Technische Hochschu…
  • TransMIT
Mehr über TransMIT
Mehr über TH Mittelhessen
  • White Paper

    Prüfeinrichtungen für an Trinkwasserleitungen angeschlossene Augennotduschen

    Vorgestellt wird eine Prüfeinrichtung, mit der die erforderliche Funktionsprüfung als auch die Spülung der Zuleitung durchgeführt wird mehr

  • News

    Crash-Absorption durch neuartigen Klebstoff

    Ein „innovatives Konstruktions- und Fertigungsverfahrens auf Basis crashenergie-absorbierender hyperelastischer Klebungen“ ist Ziel eines Forschungsprojekts, bei dem die TH Mittelhessen mit zwei mittelständischen Unternehmen zusammenarbeitet. Projektleiter an der THM ist Dr. Stephan Marzi, ... mehr

    Leistungscheck für Batterien

    Die TH Mittelhessen entwickelt ein System, das den Einsatz von Lithium-Ionen-Batterien optimiert und deren Lebensdauer verlängert. Dieser Batterietyp wird zum Beispiel in Elektrofahrzeugen und als stationärer Speicher für Energie aus erneuerbaren Quellen verwendet. Projektleiter Prof. Dr. A ... mehr

    Energieeffiziente Reinigung von Industrieabgasen

    Um die Einsparung von Energie bei der Reinigung von Industrieabgasen geht es in einem Projekt der TH Mittelhessen. Gemeinsam mit der Firma WK Wärmetechnische Anlagen GmbH aus Wetzlar wollen Wissenschaftler vom Fachbereich Maschinenbau und Energietechnik einen Hochtemperatur-Wärmeübertrager ... mehr

  • Universitäten

    Technische Hochschule Mittelhessen

    Die Technische Hochschule Mittelhessen hat ca. 590 Beschäftigte. Davon befassen sich ca. 390 Personen (Professorinnen und Professoren, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) mit Aufgaben in Lehre und Forschung. Geführt wird die Technische Hochschule von einem vierköpfigen Präsidium, bestehend au ... mehr

Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.