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Hohe Gehälter in der Chemie- & Pharmaindustrie

Marc Wienecke, CHEMIE.DE Information Service GmbH

In der chemischen, pharmazeutischen und Life-Science-Industrie schlagen sich die erforderlichen Qualifikationen in hohen Entlohnungen nieder. Das gilt nicht nur für Wissenschaftler, sondern auch für andere Beschäftigte. Dieser Trend spiegelt sich in den verschiedenen Gehaltsrankings für unterschiedliche Funktionen und Positionen der Unternehmen in der Branche wider. Die im Folgenden aufgeführten Durchschnittswerte hängen allerdings stark von der Betriebsgröße, dem Standort des Betriebs und den Beschäftigungszeiten der einzelnen Mitarbeiter ab. Eine weitere Einflussgröße ist die Zugehörigkeit zu einer Gewerkschaft und die Anwendung von Tarifverträgen in den Unternehmen.

Der Einstieg für Akademiker

In der Chemie- und Pharmabranche werden für Einsteiger mit Hochschulabschluss durchschnittlich etwa 4.350 €. Bruttomonatsgehalt gezahlt. Dieser Verdienst erhöht sich innerhalb von ein bis zwei Jahren um 13 Prozent. Damit liegen die Einstiegsgehälter der Absolventen dieser Fachrichtungen im branchenübergreifenden Ranking auf dem dritten Platz. Nur der Bankensektor und der Fahrzeugbau bieten höhere Einstiegsgehälter.

Ein Vorteil in der Chemie- und Pharmabranche ist jedoch, dass die Anzahl befristet beschäftigter Absolventen im Vergleich niedrig ist. Bei der Herstellung chemischer Erzeugnisse liegt dieser Wert im bei elf Prozent und damit weit unter dem Mittelwert von 25 Prozent für alle Branchen.  

Gehälter bei Verwaltungstätigkeiten

Neben den in der Produktion und Forschung tätigen Mitarbeitern, werden auch die Mitarbeiter des Verwaltungsbereichs in der chemischen Industrie überdurchschnittlich gut entlohnt. Im Bundesdurchschnitt erhalten Bürofachkräfte ein Gehalt von 2.400 €, der Verdienst in der chemischen Industrie beträgt durchschnittlich etwa 3.100 €, also 30 Prozent mehr. Das ist die höchste Bezahlung dieser Berufsgruppe im Vergleich.

Der Verdienst von Assistenten und Laboranten

Durchschnittsgehälter nach Branche und Beschäftigung

Die Entlohnung von technischen Assistenten und Laboranten hängt stark von der Berufserfahrung ab. Im Durchschnitt verdienen Chemielaboranten ungefähr 3.200 € und technische Assistenten etwa 2.800 €. Während frisch ausgebildete Laboranten und technische Assistenten Gehälter zwischen 2.000 € und 2.300 € erhalten, kann das Gehalt bei einer mehrjährige Berufserfahrung auf bis zu 3.750 € steigen. In dieser Berufsgruppe ist aber auch ein deutliches Gefälle zwischen alten und neuen Bundesländern zu verzeichnen: Hier können die Einkommensunterschiede bis zu 30 Prozent betragen. Im Durchschnitt verdienen Laboranten in den alten Bundesländern etwa 3.300 €, in den neuen Bundesländern ungefähr 2.300 €.

Die Gehälter von Technikern

Das durchschnittliche Einkommen von staatlich geprüften Technikern liegt bundesweit bei 3.750 €. Die Bezahlung von Technikern im Bereich Chemie, Physik und Biologie übersteigt mit etwa 4100 € auch hier den Durchschnitt Das Ost-West-Gefälle ist, wie bei den Technikern, ausgeprägt und liegt ebenfalls bei 30 Prozent. Auffällig ist auch, dass befristet angestellte Techniker durchschnittlich 15 Prozent weniger Lohn erhalten als ihre fest angestellten Kollegen.

Gehälter an der Spitze

In der Pharmabranche ist die Entlohnung für Geschäftsführer am höchsten, die Bruttojahresentgelder liegen hier zwischen 225.000 € (18.750 €/Monat) und 360.000 € (30.000 €/Monat). Die Chemiebranche liegt im Branchenvergleich auf dem dritten Platz mit Jahresentgeldern zwischen 195.700 € (ca. 16.300 €/Monat) und 250.800 € (20.900 €/Monat). Die Angabe von Jahreszahlen ist hier aufgrund der in dieser Berufsgruppe empfangenen Bonus- und Jahreszahlungen aussagekräftiger und wurde nur zum Vergleich auf ein Monatsentgeld umgerechnet.

Der kleine Unterschied?

Durchschnittliche geschlechtsspezifische Gehaltsunterschiede nach Ausbildung und Alter

Im Durchschnitt müssen Absolventinnen, je nach Studienabschluss, mit einem geringeren Einkommen auskommen: Sie verdienen 14 bis 30 Prozent weniger. Die größte Diskrepanz tritt beim universitären Diplomabschluss auf; im Falle einer Promotion ist der Unterschied am geringsten. Auffällig ist auch der große Unterschied der Bezahlung je nach Alter der Absolventen. Während Frauen im Altersbereich von 46 Jahren bis über 50 Jahren um ein Viertel weniger verdienen als Männer derselben Altersgruppe, ist die Lücke bei jüngeren Arbeitnehmern mit Werten zwischen ca. 15 Prozent bis 18 Prozent deutlich geringer. Damit entwickeln sich die Gehälter von Frauen und Männern über die Jahre rückblickend noch weiter auseinander.

Beispielsweise ist die Entlohnung von Chemieingenieuren, nach Geschlecht aufgeschlüsselt, bei weiblichen Chemieingenieuren um 20 Prozent geringer. Männliche Angestellte dieser Berufsgruppe erhalten durchschnittlich etwa 5.400 € Monatsgehalt, für ihre weiblichen Kollegen gibt es durchschnittlich nur ein Monatsgehalt von ca. 4.300 €.

Resümee

Die Chemie- und Pharmabranche ist in vielen Gehaltsvergleichen der Spitzenreiter oder bewegt sich auf den besten Positionen, was die Bezahlung sämtlicher Berufsgruppen anbelangt. Durch die internationale Ausrichtung der meisten Betriebe und Unternehmen der Branche ergibt sich auch die Notwendigkeit, die Entlohnung der Mitarbeiter in einem globalen Umfeld zu sehen. Bei der Suche nach und bei dem Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte ist die Entlohnung immer noch die beste Möglichkeit, diese Mitarbeiter zu rekrutieren und an das Unternehmen zu binden. Einzig die Schere in der geschlechtsspezifischen Bezahlung ist im Vergleich zu anderen Branchen eher hoch.

 

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