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Pentafluorethylkieselsäuren

Abstract

Reine, wasserfreie Hexafluorkieselsäure, H2[SiF6], ist immer noch schwer fassbar, obwohl ihre Existenz in wässriger Lösung ausführlich dokumentiert wurde. Beim Einengen entsprechender Lösungen tritt unausweichlich Zersetzung unter Bildung von Tetrafluorsilan und Fluorwasserstoff ein. Auch Oxoniumhexafluorosilicat ist bei Raumtemperatur nicht stabil. Partielle Substitution von Fluoratomen im [SiF6]2−‐Ion durch stark elektronenziehende Perfluoralkylgruppen führt zu einer erheblichen Stabilisierung der entsprechenden Fluorkieselsäure‐Derivate. So wurden mono‐ und bis(pentafluorethyl)substituierte Fluorkieselsäuren durch Umsetzung der zugehörigen Halogensilane (Si(C2F5)nX4−n, mit X=Cl, Br) mit Flusssäure (wässrige HF) synthetisiert und in Form ihrer Oxonium‐Salze als farblose Feststoffe isoliert. Die Präparate sind bei Raumtemperatur mehrere Monate ohne Zersetzung beständig und repräsentieren die ersten stabilen Hydrate von Fluorkieselsäuren.

Wasserfreie Hexafluorkieselsäure, H2[SiF6], ist eine schwer zu fassende Spezies, obwohl ihre Existenz in wässrigen Lösung ausführlich dokumentiert wurde. Substitution von Fluoratomen durch Pentafluorethylgruppen führt zu einer erheblichen Stabilisierung der entsprechenden Fluorkieselsäuren. Mono‐ und Bis(pentafluorethyl)‐Fluorkieselsäuren wurden durch Umsetzung der jeweiligen Halogensilane mit wässriger Flusssäure erhalten.

Autoren:   Nico Schwarze, Simon Steinhauer, Beate Neumann, Hans‐Georg Stammler, Berthold Hoge
Journal:   Angewandte Chemie
Jahrgang:   2016
Seiten:   n/a
DOI:   10.1002/ange.201609097
Erscheinungsdatum:   09.11.2016
Fakten, Hintergründe, Dossiers
  • Substitution
  • Halogensilane
  • Fluorwasserstoff
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