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Ein zweikerniges Quecksilber(II)‐vermitteltes Basenpaar in DNA

Abstract

Erstmals konnte ein zweikerniges metallvermitteltes Basenpaar mit zweiwertigen Metallionen erzeugt werden. Dies gelang durch Kombination des neutralen Purinderivats 1,N6‐Ethenoadenin (ϵA), das als doppelt einzähniger Ligand bevorzugt zwei Metallionen über parallel ausgerichtete N‐M‐Bindungen bindet, mit der kanonischen Nucleobase Thymin (T), die in Gegenwart von HgII deprotoniert wird und so die angehäufte positive Ladung der in geringem Abstand zueinander lokalisierten zweiwertigen Metallionen teilweise kompensiert, so dass das zweikernige T‐HgII2‐ϵA‐Basenpaar gebildet wird. Das metallvermittelte Basenpaar erhöht die Schmelztemperatur des untersuchten DNA‐Oligonucleotidduplexes um 8 °C. Die Bildung des Basenpaars wurde durch temperaturabhängige UV‐Spektroskopie sowie in Titrationsexperimenten mittels UV‐ und CD‐Spektroskopie gezeigt.

Doppelt hält besser: Das erste zweikernige metallvermittelte Basenpaar mit zweiwertigen Metallionen wurde durch Kombination von Thymin mit einer geeigneten künstlichen Nucleobase erhalten, die durch doppelt einzähnige Koordination die Bindung zweier HgII‐Ionen in direkter Nachbarschaft ermöglicht.

Autoren:   Soham Mandal, Marian Hebenbrock, Jens Müller
Journal:   Angewandte Chemie
Jahrgang:   2016
Seiten:   n/a
DOI:   10.1002/ange.201608354
Erscheinungsdatum:   15.11.2016
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