Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

Oberflächenfacettierung und Rekonstruktion von Ceroxid‐ Nanopartikeln

Abstract

Die Anordnung der Atome an Metalloxid‐Oberflächen bestimmt deren physikalische und chemische Eigenschaften. Sie ist für viele Anwendungen von entscheidender Bedeutung, vor allem bei der heterogenen Katalyse und der Photokatalyse. Während für die Bestimmung von Oberflächenstrukturen von makroskopischen Einkristallen etablierte Methoden zur Verfügung stehen, stellen derartige Analysen für Nanopartikel (NP) eine große Herausforderung dar. In unserer wird CO als Sondenmolekül zur Bestimmung der Struktur von Oberflächen stabförmiger Ceroxid‐NP eingesetzt. Nach Kalibrierung der CO‐Streckschwingungsfrequenzen anhand von Ergebnissen für verschiedene Ceroxid‐Einkristalloberflächen kommen wir zu dem Schluss, dass die stabförmigen NP entgegen der Erwartung (111)‐facettierte Oberflächen aufweisen. Dieser Befund hat wichtige Folgen für das Verständnis der komplexen Oberflächenchemie dieser katalytisch besonders aktiven Ceroxid‐NP und liefert die Basis für ein rationales Design von Katalysatormaterialien im Nanomaßstab.

Oberflächen‐Nanofacettierung: Eine Betrachtung der komplexen Strukturbildung an der Oberfläche von Ceroxid‐Einkristallen ermöglicht ein genaues Verständnis der Oberflächenchemie von Ceroxid‐Nanostäben, die sich erheblich umstrukturieren und (111)‐Nanofacetten bilden. Die Ergebnisse haben wichtige Folgen für eine vorausbestimmte Auslegung von Katalysatoren auf Ceroxid‐Basis im Nanomaßstab.

Autoren:   Chengwu Yang, Xiaojuan Yu, Stefan Heißler, Alexei Nefedov, Sara Colussi, Jordi Llorca, Alessandro Trovarelli, Yuemin Wang, Christof Wöll
Journal:   Angewandte Chemie
Jahrgang:   2016
Seiten:   n/a
DOI:   10.1002/ange.201609179
Erscheinungsdatum:   07.12.2016
Fakten, Hintergründe, Dossiers
  • Analysen
Mehr über Angewandte Chemie
  • News

    Brennstoff aus Treibhausgas

    Ein Schritt in Richtung CO2-Neutralität und damit zur Abmilderung des Treibhauseffekts sowie der Energiekrise könnte die Umwandlung von CO2 in Kohlenwasserstoff-basierte Brennstoffe wie Methan sein – angetrieben durch Sonnenlicht. In der Zeitschrift Angewandte Chemie stellt ein chinesisches ... mehr

    Ökonomische PEF-Herstellung

    Für Getränkebehälter lässt sich der Kunststoff PET sehr gut durch Polyethylenfuranoat (PEF) aus regenerativen Quellen ersetzen. Die Herstellung des Rohstoffs für PEF aus Biomasse ist jedoch bislang wenig effizient. Ein neuer Photokatalysator auf Titanbasis könnte die Rohstoffproduktion effi ... mehr

    Käfig mit Deckeln: Selektiver Einschluss von Seltenerdmetall-Hydraten in Wirtsmoleküle

    Metalle der Seltenen Erden sind unabdingbar für viele technische Produkte, von Smartphones, Notebooks über Akkus, Elektromotoren und Windräder bis zu Katalysatoren. Ein japanisches Team stellt in der Zeitschrift Angewandte Chemie einen molekularen „Käfig“ mit „Deckeln“ vor, mit sich bestimm ... mehr

Mehr über Wiley
Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.