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Robuste “Aqua‐Materialien”: eine druckstabile, selbstorganisierte Membran zur Wasserreinigung

Abstract

“Aqua‐Materialien”, die so stabil sind wie herkömmliche Kunststoffe und dabei überwiegend aus Wasser bestehen, sind eine sehr attraktive Materialklasse, jedoch wurde die Widerstandsfähigkeit dieser Materialien gegenüber rauen Bedingungen, z. B. hohen Drücken bei industriellen Anwendungen, bisher nicht nachgewiesen. Eine Hydrogel‐artige Membran, hergestellt durch Selbstorganisation aus einem aromatischen Amphiphil und kolloidalem Nafion, ist fähig, organische Moleküle (auch Wirkstoffe) sowie Schwermetalle in einem breiten Spektrum an Konzentrationen aus zu reinigendem Wasser zu entfernen. Bemerkenswerterweise behält diese Membran auch bei hohen Drücken ihre Funktion. Die Robustheit und Funktionalität dieser wasserbasierten und selbstorganisierten Membran treibt das Konzept voran, dass auch “Aqua‐Materialien” sehr stabil sein können und damit für anspruchsvolle, großtechnische Anwendungen geeignet sind.

Widerstandsfähiges „Aqua‐Material” für schwierige Anwendungen: Die Hybridmembran‐Komponenten eines „Aqua‐Materials” organisieren sich derart, dass sie synergetisch die Struktur und Eigenschaften des resultierenden Materials unterstützen, was in einer robusten Membran resultiert, die Wasser effizient von Schwermetallen und organischen Molekülen klärt.

Autoren:   Erez Cohen, Haim Weissman, Eyal Shimoni, Ifat Kaplan‐Ashiri, Kai Werle, Wendel Wohlleben, Boris Rybtchinski
Journal:   Angewandte Chemie
Jahrgang:   2017
Seiten:   n/a
DOI:   10.1002/ange.201610288
Erscheinungsdatum:   18.01.2017
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