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Multivalente Siderophor‐DOTAM‐Konjugate als Theranostika zur Visualisierung und Behandlung bakterieller Infektionen

Abstract

Es besteht ein großer Bedarf an besseren Diagnosen von Infektionen in tieferliegenden Körperregionen durch nichtinvasive molekulare Bildgebung. In diesem Zusammenhang wurden Sonden entwickelt, die auf Siderophor‐Konjugaten mit Catechol‐Einheiten und einem zentralen DOTAM‐Kern beruhen. Diese Sonden können sowohl ein Metallion als auch einen antibiotischen Wirkstoff tragen und eignen sich daher für theranostische Anwendungen. Die Translokation der Konjugate durch die innere und äußere Zellmembran von E. coli wurde durch Experimente zur Wiederherstellung des Wachstums mit Enterobactin‐defizienten Bakterienstämmen, durch die antibakterielle Wirkung Ampicillin‐tragender Konjugate sowie durch Konfokalmikroskopie bestätigt. Für Letztere wurde ein auf E. coli adaptiertes System aus Fluorogen‐aktivierendem Protein und Malachitgrün verwendet. Eine erste Anwendung der Verbindungen für die In‐vivo‐Bildgebung wurde mit einem Cy5.5‐Konjugat in P.‐aeruginosa‐infizierten Mäusen gezeigt.

Molekulare Trojaner: Eine Siderophor‐Struktur wurde an einen funktionellen Imaging‐Rest oder an Antibiotika‐Moleküle über ein DOTAM‐Gerüst gebunden. Die Konjugate werden sowohl in grampositive als auch in gramnegative pathogene Bakterien internalisiert und können für verschiedene theranostische Ansätze, wie z. B. die In‐vivo‐Bildgebung von Infektionen, genutzt werden.

Autoren:   Kevin Ferreira, Hai‐Yu Hu, Verena Fetz, Hans Prochnow, Bushra Rais, Peter P. Müller, Mark Brönstrup
Journal:   Angewandte Chemie
Jahrgang:   2017
Seiten:   n/a
DOI:   10.1002/ange.201701358
Erscheinungsdatum:   13.06.2017
Fakten, Hintergründe, Dossiers
  • konfokale Mikroskopie
  • Bildgebung
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