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NMR mit Tischgeräten und deren Anwendungen von der Materialwissenschaft bis zur organischen Chemie

Abstract

Die NMR‐Spektroskopie ist eine unverzichtbare Analysemethode. Bis vor kurzem erforderten die Geräte viel Platz, waren teuer und schwer zu bedienen. Dies hat sich mit der Einführung kompakter NMR‐Spektrometer geändert, die sich für die Analyse kleiner Moleküle auf der Laborbank eignen. Solche Spektrometer sind mit Permanentmagneten für 1H‐NMR‐Frequenzen zwischen 40 und 80 MHz ausgestattet. Erst seit wenigen Jahren gibt es kleine Permanentmagnete mit homogenen Magnetfeldern für hochaufgelöste Spektroskopie. Tischgeräte mit inhomogenen Feldern werden schon seit 40 Jahren zur Charakterisierung von Lebensmitteln und Materialien über Relaxations‐ und Diffusionsmessungen genutzt. Ähnliche NMR‐Geräte messen diese Parameter im Streufeld außerhalb des Magneten. Sie werden zur Untersuchung von Bohrlochwänden in Ölquellen sowie für zerstörungsfreie Analysenverwendet. Der gegenwärtige Stand von NMR‐Spektroskopie, ‐Bildgebung und ‐Relaxometrie wird hier anhand repräsentativer Beispiele beschrieben.

Als leistungsfähiges Analyseverfahren wird die NMR geschätzt, weniger aber für die Größe und Kosten der benötigten Spektrometer mit ihren sperrigen supraleitenden Magneten. In den vergangenen Jahren wurden kompakte Tischgeräte und sogar tragbare NMR‐Instrumente für die Analyse kleiner Moleküle und zerstörungsfreie Materialtests entwickelt. Der Stand der Dinge bei kompakter NMR wird anhand von ausgewählten Beispielen veranschaulicht.

Autoren:   Bernhard Blümich, Kawarpal Singh
Journal:   Angewandte Chemie
Jahrgang:   2017
Seiten:   n/a
DOI:   10.1002/ange.201707084
Erscheinungsdatum:   12.12.2017
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