Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

Stabilisierung eines niedrigvalenten Eisen(I)‐Ions in einem hochvalenten molekularen Vanadium(V)‐Oxid‐Cluster

Abstract

Niedrigvalente Eisenzentren sind wichtige Zwischenstufen in chemischen und biochemischen Prozessen. Hier wird das erste Beispiel eines niedrigvalenten Eisen(I)‐Zentrums in einem hochvalenten Polyoxometallat‐Anion beschrieben. Elektrochemische Studien zeigen, dass das Eisen(III)‐funktionalisierte molekulare Vanadium(V)‐oxid (DMA)[FeIIIClVV12O32Cl]3− (DMA=Dimethylammonium) durch zwei wohldefinierte, reversible Eisen‐basierte Reduktionen in die FeI‐Spezies (DMA)[FeIClVV12O32Cl]5− übergeht. Experimentelle und theoretische Studien, einschließlich Elektronenspinresonanz‐Spektroskopie und Dichtefunktionalrechnungen, bestätigen die Bildung der Eisen(I)‐Spezies. Die Studie beschreibt das erste Beispiel des auf den ersten Blick paradoxen Einbettens niedrigvalenter Metallionen in hochvalente Oxometallat‐Anionen und eröffnet neue Möglichkeiten für reduktive Elektronentransferprozesse durch Polyoxometallate.

Die elektrochemische Bildung und Stabilisierung eines Eisen(I)‐Ions in dem molekularen Vanadium(V)‐Oxid‐Cluster (NH2Me2)[FeIClVV12O32Cl]5− wird berichtet. Experimentelle und theoretische Studien geben Einblicke in die elektronische Struktur, Reaktivität und Stabilität der Spezies. Die Studie zeigt neue Wege zur Isolierung und Stabilisierung niedrigvalenter Übergangsmetallzentren in hochvalenten Polyoxometallat‐Clustern.

Autoren:   Montaha Anjass, Katharina Kastner, Florian Naegele, Mark Ringenberg, John Boas, Jie Zhang, Alan Bond, Timo Jacob, Carsten Streb; Montaha H. Anjass, Katharina Kastner, Florian Nägele, Mark Ringenberg, John F. Boas, Jie Zhang, Alan M. Bond, Timo Jacob, Carsten Streb
Journal:   Angewandte Chemie
Band:   129
Ausgabe:   46
Jahrgang:   2017
Seiten:   14944
DOI:   10.1002/ange.201706828
Erscheinungsdatum:   09.10.2017
Fakten, Hintergründe, Dossiers
Mehr über Angewandte Chemie
  • News

    Anionen sind wichtig

    Metallionen-Kondensatoren vereinigen die Eigenschaften von Kondensatoren und Batterien: Eine Elektrode arbeitet nach dem Kondensatorprinzip, die andere verwendet die Redoxprozesse von Batterien. Wissenschaftler haben nun den Elektrolyten, und insbesondere das Anion unter die Lupe genommen. ... mehr

    Gut orientiert: Katalysatoren für isotaktische polare Polypropylene

    Polypropylen (PP) ist einer der weltweit am meisten eingesetzten Kunststoffe. Auf der Basis von PP mit kontrollierter räumlicher Anordnung der Propylen-Bausteine und zusätzlichen polaren Bausteinen könnte eine neue Generation attraktiver technischer Spezial-Kunststoffe entstehen, z.B. mit v ... mehr

    Ultraschwere Präzisions-Polymere

    Eine umweltverträgliche und nachhaltige Synthese „schwergewichtiger“ Polymere mit sehr enger Molekulargewichtsverteilung ist ein bedeutendes Konzept der modernen Polymerchemie. Dank eines neuen photoenzymatischen Ansatzes konnten chinesische Wissenschaftler die Bandbreite möglicher Monomere ... mehr

Mehr über Wiley
Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.