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Mehr als 75 Jahre Polyacrylnitrilfaser

Zusammenfassung

Vor 75 Jahren wurde ein Verfahren zur Faserherstellung aus Polyacrylnitril aufgefunden. Nahezu gleichzeitig und unabhängig voneinander kamen der Deutsche Herbert Rein bei der IG Farbenindustrie und der Amerikaner Ryde C. Houtz bei der Firma Du Pont zu dem Ergebnis, dass Polyacrylnitril aus Lösungen in Dimethylformamid zu Fasern verarbeitet werden kann. Unter dem Markennamen Orlon brachte Du Pont 1950 die erste Polyacrilnitrilfaser auf den Markt. In Deutschland, wo die Entwicklung durch den Zweiten Weltkrieg gehemmt worden war, kamen Polyacrylnitrilfasern zwei Jahre später in den Handel. Für einige spezielle Einsatzgebiete haben sich diese Fasern in den zurück liegenden Jahren auf dem textilen Rohstoffmarkt einen festen Platz erobert.

In der Zeit des Synthesefaser‐Booms in den 1960er Jahren sprach man bei den auf chemischem Wege gewonnenen Textilfasern von den Großen Drei der Chemiefasern. Hiermit waren die Polyamid‐, Polyester‐ und Polyacrylnitrilfasern gemeint. Alle drei können nun auf eine Geschichte von mehr als 75 Jahren zurückblicken. Polyacrylnitrilfasern werden heute unter den Markennamen Dralon und Dolan produziert.

Autoren:   Herbert Vogler
Journal:   Chemie in unserer Zeit
Jahrgang:   2018
Seiten:   n/a
DOI:   10.1002/ciuz.201800847
Erscheinungsdatum:   12.01.2018
Fakten, Hintergründe, Dossiers
  • Dimethylformamid
  • Deutschland
  • Chemiefasern
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