Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

Dilithiumhexaorganozinn(IV)‐Verbindungen

Abstract

Die Hyperkoordination von Hauptgruppenelementen, wie der schweren Gruppe‐14‐Elemente Silicium, Germanium, Zinn und Blei, erfordert im Allgemeinen stark elektronegative Liganden oder die Anwesenheit von Donoratomen. Wir berichten über zwei Hexaarylzinn(IV)‐Dianionen, die in Form ihrer Dilithiumsalze [Li2(thf)2{Sn(2‐pyMe)6}] (pyMe=C5H3N‐5‐Me) (2) und [Li2{Sn(2‐pyOtBu)6}] (pyOtBu=C5H3N‐6‐OtBu) (3) synthetisiert und charakterisiert wurden. Unter inerten Bedingungen weisen beide Verbindungen sowohl in Lösung als auch in kristalliner Form eine hohe Stabilität auf. Theoretische Rechnungen an Verbindung 2 zeigen die Bildung sechs stark polarisierter, kovalenter Zinn‐Kohlenstoff‐Bindungen, die auf einen maßgeblichen Beitrag des 5s‐Valenzorbitals am Zinnatom zurückzuführen sind.

Hinzugefügt: Die Fähigkeit des Zinns, mehr Liganden zu binden als es für das Erreichen des Elektronenoktetts nötig ist, führte zur Isolierung der ersten Hexaarylzinn(IV)‐Verbindungen [Sn(2‐pyR)6]2− (siehe Abbildung), in denen die intramolekulare Koordination der Gegenionen eine effektive Stabilisierung der reaktiven Dianionen bewirkt.

Autoren:   Ireen Schrader, Kornelia Zeckert, Stefan Zahn
Journal:   Angewandte Chemie
Jahrgang:   2014
Seiten:   n/a
DOI:   10.1002/ange.201406260
Erscheinungsdatum:   14.10.2014
Mehr über Angewandte Chemie
  • News

    Polymere mit Helix-Blöcken

    Künstliche Polymere sind die Grundstoffe aller Kunststoffe, und haben zumeist keinen geordneten Aufbau (im Gegensatz zu Biopolymeren wie Proteinen). Ein Forschungsteam hat nun ein Polymer entwickelt, das sich durch Bestrahlung mit UV-Licht differenziert in gefaltete (geordnete) und ungefalt ... mehr

    Methan aus Kohlendioxid

    Das Recycling von CO2, insbesondere durch Umsetzung zu Methan, gewinnt bei immer noch steigenden anthropogenen CO2-Emissionen an Interesse. Ein geeignetes Verfahren ist die photothermische Methanisierung, bei der CO2 und Wasserstoff unter Bestrahlung mit Sonnenlicht katalytisch in Methan un ... mehr

    Flüssige Kraftstoffe aus Kohlendioxid

    Ein neuer Elektrokatalysator, der Kohlendioxid in flüssige Kraftstoffe umwandelt, heißt „a-CuTi@Cu“. Wie ein chinesisches Forschungsteam in der Zeitschrift Angewandte Chemie berichtet, erzeugen dabei aktive Kupferzentren auf einer amorphen Kupfer-Titan-Legierung sehr effizient Ethanol, Acet ... mehr

Mehr über Wiley
Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.