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Finde den Unterschied: synthetische und natürliche Nanopartikel in der Umwelt – Freisetzung, Verhalten und Verbleib

Abstract

Die Produktion und Verwendung von Nanopartikeln haben zur Folge, dass synthetische Nanopartikel in die Umwelt freigesetzt werden, wo sie vielfältige Reaktionen und Wechselwirkungen eingehen können. Für natürlich vorkommende Nanopartikel (1–100 nm) und Kolloide (1–1000 nm) werden solche Reaktionen und das daraus resultierende Verhalten und der Verbleib in der Umwelt seit langem untersucht. Die aus diesen Untersuchungen gewonnenen Erkenntnisse reichen jedoch für die Erstellung genauer Modelle über das Verhalten und den Verbleib synthetischer Nanopartikel in der Umwelt längst nicht aus, bilden aber einen guten Ausgangspunkt für eine Risikobewertung dieser neuen Materialien. Das Ziel dieses Aufsatzes ist der kritische Vergleich zwischen den Prozessen natürlicher und synthetischer Systeme. Auf diese Weise sollen die “nanospezifischen” Eigenschaften der synthetischen Partikel sowie maßgebliche Wissenslücken für eine Risikobewertung von künstlich hergestellten Nanomaterialien in der Umwelt identifiziert werden.

Nano=Risiko? Dieser Aufsatz vergleicht das vorhandene Wissen über natürlich vorkommende Nanopartikel (NPs) und ihre Prozesse in natürlichen aquatischen Systemen mit jenen für künstliche Nanopartikel, um die neuen, „nanospezifischen”︁ Eigenschaften künstlicher Partikel zu identifizieren und wesentliche Wissenslücken zu beschreiben, die wichtig für die Riskobewertung künstlicher Nanomaterialien in der Umwelt sind.

Autoren:   Stephan Wagner, Andreas Gondikas, Elisabeth Neubauer, Thilo Hofmann, Frank von der Kammer
Journal:   Angewandte Chemie
Jahrgang:   2014
Seiten:   n/a
DOI:   10.1002/ange.201405050
Erscheinungsdatum:   27.10.2014
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