Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

Neue Ansätze zur Empfindlichkeitssteigerung in der biomolekularen NMR‐Spektroskopie

Abstract

Im Frühling 2013 versammelten sich NMR‐Spektroskopiker am Weizmann‐Institut in Israel, um neue Ansätze zur Verbesserung der Empfindlichkeit von NMR‐Experimenten zu diskutieren, besonders im Hinblick auf Experimente an biomolekularen Systemen. Der vorliegende Aufsatz ist von vielen Autoren mit unterschiedlichem fachlichem Hintergrund verfasst worden; er beschreibt den Stand der Forschung auf diesem Gebiet, wie er im Rahmen des Treffens diskutiert wurde. Es werden Ansätze für Ultra‐Hochfeld‐NMR‐Spektroskopie, für neuartige Techniken der NMR‐Detektion, für Prinzipien und Methoden der Kernhyperpolarisation, aber auch für neue Probenpräparationsmethoden diskutiert. Diese Ansätze verbessern die Empfindlichkeit von NMR‐Experimenten im Festkörper und in Lösung, sind voneinander unabhängig und können sich in ihren Auswirkungen multiplizieren. Auch wenn in allen genannten Bereichen bereits substanzielle Verbesserungen erzielt wurden, ist doch noch eine weite Strecke zu überwinden, um an die Empfindlichkeiten von optischen und elektronischen Spektroskopien heranzureichen. Diese Probleme und erste Lösungsansätze werden ebenfalls diskutiert.

Bio‐NMR mit neuem Spin: Dieser Aufsatz liefert einen aktuellen Überblick über moderne Ansätze für die Verbesserung der Empfindlichkeit bei der biomolekularen NMR‐Spektroskopie. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Zukunft von Ultrahochfeld‐NMR‐Systemen, aufkommenden NMR‐Detektionstechniken, neuen Ansätzen zur Kernhyperpolarisation und Fortschritten bei der Probenvorbereitung.

Autoren:   Jan‐Henrik Ardenkjaer‐Larsen, Gregory S. Boebinger, Arnaud Comment, Simon Duckett, Arthur S. Edison, Frank Engelke, Christian Griesinger, Robert G. Griffin, Christian Hilty, Hidaeki Maeda, Giacomo Parigi, Thomas Prisner, Enrico Ravera, Jan van Bentum, Shimon Vega, Andrew Webb, Claudio Luchinat, Harald Schwalbe, Lucio Frydman
Journal:   Angewandte Chemie
Jahrgang:   2015
Seiten:   n/a
DOI:   10.1002/ange.201410653
Erscheinungsdatum:   01.07.2015
Fakten, Hintergründe, Dossiers
Mehr über Angewandte Chemie
  • News

    Elektrochemische Energie aus Meerwasser

    Unterwasserfahrzeuge, Tauchroboter oder Detektoren benötigen eine eigene Energieversorgung, wenn sie über längere Zeit unabhängig von Begleitschiffen unter Wasser betrieben werden sollen. Praktikabler als Akkus ist eine direkte elektrochemische Energiegewinnung aus Meerwasser. Ein neuer kos ... mehr

    Partitionierung von porösen Materialien

    Gase und Verunreinigungen können aus der Luft oder Flüssigkeiten mittels poröser, kristalliner Materialien gefiltert werden. Besonders metallorganische Gerüstverbindungen (englisch „Metal–organic framework“, kurz MOF) sind hierfür geeignet. Ihre Aufnahmekapazität haben Wissenschaftler durch ... mehr

    Lithium-Akkus unter der Lupe

    Akkus mit Anoden aus metallischem Lithium wären aufgrund ihrer höheren Kapazität herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus eigentlich deutlich überlegen. In der Praxis stehen jedoch Sicherheitsrisiken und kurze Lebensdauer dagegen. Um die Ursachen für Fehlfunktionen und vorzeitiges Versagen besser ... mehr

Mehr über Wiley
Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.