Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

Nachwachsende Rohstoffe: das Problem der Katalysatordesaktivierung und Wege zu seiner Lösung

Abstract

Das vergangene Jahrzehnt war Zeuge vielzähliger Forschungsarbeiten zur Umwandlung biobasierter Rohstoffe in Kraftstoffe und Chemikalien. Während der Forschungsschwerpunkt auf der Entwicklung neuer aktiver und selektiver Katalysatoren liegt, findet deren langfristige Stabilität weit weniger Aufmerksamkeit. Dieser Aufsatz erörtert die Hauptanforderungen an langfristige Katalysatorstabilität, diskutiert einige Grundlagen und schlägt Wege zum Erreichen dieses Ziels vor. Drei wesentliche Probleme werden besprochen: Katalysatorverschmutzung, Katalysatorvergiftung und Katalysatorzersetzung. Verschmutzung bezieht sich generell auf die Abscheidung unlöslicher Komponenten, die entweder aus den Ausgangsstoffen selbst oder aus der Zersetzung von Ausgangsstoffen/Zwischenprodukten stammen. Vergiftung beschreibt die Abscheidung elektropositiver Kontaminanten (z. B. Alkali‐ und Erdalkalimetalle) an sauren Zentren oder diejenige elektronegativer Kontaminanten (z. B. N und S) an Hydrierungszentren. Katalysatorzersetzung schließlich resultiert aus der thermodynamischen Instabilität der meisten oxidischen Träger, festen Säuren und Basen sowie der Hydrierfunktionen unter hydrothermalen Bedingungen.

Die drei Fragezeichen: Dieser Aufsatz erörtert die wesentlichen Anforderungen an die langfristige Stabilität von Katalysatoren für die Umwandlung biobasierter Rohstoffe in Kraftstoffe und Chemikalien. Es werden Wege vorgeschlagen, um dieses Ziel zu erreichen. Drei wesentliche Probleme als Hauptursachen für die Katalysatordesaktivierung gilt es hierbei zu lösen: die Katalysatorverschmutzung, die Katalysatorvergiftung und die Katalysatorzersetzung.

Autoren:   Jean‐Paul Lange
Journal:   Angewandte Chemie
Band:   127
Ausgabe:   45
Jahrgang:   2015
Seiten:   13382
DOI:   10.1002/ange.201503595
Erscheinungsdatum:   26.10.2015
Mehr über Angewandte Chemie
  • News

    Polymere mit Helix-Blöcken

    Künstliche Polymere sind die Grundstoffe aller Kunststoffe, und haben zumeist keinen geordneten Aufbau (im Gegensatz zu Biopolymeren wie Proteinen). Ein Forschungsteam hat nun ein Polymer entwickelt, das sich durch Bestrahlung mit UV-Licht differenziert in gefaltete (geordnete) und ungefalt ... mehr

    Methan aus Kohlendioxid

    Das Recycling von CO2, insbesondere durch Umsetzung zu Methan, gewinnt bei immer noch steigenden anthropogenen CO2-Emissionen an Interesse. Ein geeignetes Verfahren ist die photothermische Methanisierung, bei der CO2 und Wasserstoff unter Bestrahlung mit Sonnenlicht katalytisch in Methan un ... mehr

    Flüssige Kraftstoffe aus Kohlendioxid

    Ein neuer Elektrokatalysator, der Kohlendioxid in flüssige Kraftstoffe umwandelt, heißt „a-CuTi@Cu“. Wie ein chinesisches Forschungsteam in der Zeitschrift Angewandte Chemie berichtet, erzeugen dabei aktive Kupferzentren auf einer amorphen Kupfer-Titan-Legierung sehr effizient Ethanol, Acet ... mehr

Mehr über Wiley
Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.