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Mikrofluidik aus dem 3D‐Drucker

Abstract

Die Entwicklung der weichen Lithographie hat den Weg bereitet für große Fortschritte auf dem Gebiet der Mikrofluidik. Allerdings ist die Fertigung und der Betrieb von Mikrofluidiksystemen auf PDMS‐Basis noch immer arbeitsaufwändig. Hinzu kommen sperrige Steuerungssysteme und unhandliche Benutzerschnittstellen, was insgesamt die Kommerzialisierung dieser Technologie erschwert. Mit dem 3D‐Druck steht nun eine Technik zur Verfügung, die für die Entwicklung von Mikrofluidikelementen ideal geeignet scheint. Dabei verfährt man so, dass im Vorfeld des Fertigungsprozesses eine CAD‐Datei entworfen wird, die später in den Drucker gespeist wird. Es besteht die Möglichkeit eines modularen Designs, das auf unterschiedliche Arbeitsteams aufgeteilt werden kann. Mechanisches Verhalten und Strömungsverhalten können vorab anhand von Computermodellen simuliert werden. Der Fertigungsprozess kommt ohne Ätz‐ oder Auflösungsprozesse aus und ist daher umweltschonend und wirtschaftlich. Wir prognostizieren, dass 3D‐Druck in den kommenden Jahren die meisten PDMS‐ und Formgusstechniken im akademischen Bereich ersetzen wird.

3D‐Drucktechniken sind ideal geeignet für die Herstellung von Mikrofluidiksystemen. Der Fertigungsprozess kommt ohne Ätz‐ oder Auflösungsprozesse aus und ist daher umweltschonend und wirtschaftlich. Es wird prognostiziert, dass 3D‐Druck in den kommenden Jahren die bisherigen Formgusstechniken zur Herstellung von Miktofluidikelementen ersetzen wird.

Autoren:   Anthony K. Au, Wilson Huynh, Lisa F. Horowitz, Albert Folch
Journal:   Angewandte Chemie
Jahrgang:   2016
Seiten:   n/a
DOI:   10.1002/ange.201504382
Erscheinungsdatum:   08.02.2016
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