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Identifikation von Weißweinen durch ionische Poly(para‐phenylen‐ ethinylene) und ihre Komplexe

Abstract

Ein einfaches Sensorfeld aus einem anionischen und einem kationischen Poly(para‐phenylenethinylen) (PPE) sowie deren elektrostatischem Komplex unterscheidet verschiedene Weißweine. Die PPEs und der Komplex wurden bei pH 13 verwendet. Der Komplex wurde auch bei pH 3 eingesetzt. Diese aus vier Sensorelementen bestehende “chemische Zunge”, unterscheidet 13 verschiedene Weißweine. Grundlage der sensorischen Erkennung ist die Fluoreszenzlöschung der konjugierten Polymere. Die Fluoreszenzlöschung wird nicht durch die Hauptkomponenten des Weines induziert, denn Säuren, Zucker, Alkohole usw. zeigen keine Fluoreszenzlöschung. Die vorrangigen Löscher sind vielmehr die im Wein befindlichen farbigen Tannine und andere Polyphenole. Die Löschung der PPE‐Fluoreszenz durch die Tannine wird allerdings von den Hauptkomponenten des Weines moduliert.

Weinverkostung auf moderne Art: Polyelektrolytkomplexe, die aus einem kationischen und einem anionischen Poly(para‐phenylenethinylen) (PPE) bestehen, sowie einfache ionische PPEs wurden als neues Sensorfeld getestet. Diese nichtspezifischen, primitiven Sensorelemente, synthetisiert ohne jegliche Ansprüche an Design und Gestalt, differenzieren Weißweine anhand linearer Diskriminanzanalyse der erhaltenen Fluoreszenzantwortmuster.

Autoren:   Jinsong Han, Markus Bender, Kai Seehafer, Uwe H. F. Bunz
Journal:   Angewandte Chemie
Jahrgang:   2016
Seiten:   n/a
DOI:   10.1002/ange.201602385
Erscheinungsdatum:   03.06.2016
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