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Aufkonvertierende lumineszierende Nanopartikel als Nanothermometer

Abstract

Aufkonvertierende lumineszierende Materialien sind in der Lage, nah‐infrarotes Licht zu absorbieren und in kürzerwellige Lumineszenz umzuwandeln. Die Effizienz dieses bemerkenswerten Effekts ist stark temperaturabhängig, was die Temperaturmessung mit einer Ortsauflösung im Nanometerbereich ermöglicht. Alle bisher bekannten Aufkonvertierungs‐Materialien zeigen mehrere (meistens zwei) schmale Emissionsbanden, jede mit einer eigenen Temperaturabhängigkeit. Das Verhältnis der Intensitäten zweier dieser Banden ist ein selbstreferenziertes Signal zur optischen Temperaturmessung, beispielsweise in Zellen.

Zellfieber: Mit Lanthanoidionen dotierte, aufkonvertierende Nanopartikel (UCNPs) zeigen eine stark temperaturabhängige Lumineszenz, die zur Temperaturmessung auf der Submikrometerebene, z. B. in Zellen oder in der Nanofluidik, eingesetzt werden kann. Das Bild zeigt, wie sich grün und rot emittierende UCNPs zur Messung der Temperatur in Nierenzellen nutzen lassen. Als Signal dient dabei das Intensitätsverhältnis der beiden Banden.

Autoren:   Fischer, Lorenz H.; Harms, Gregory S.; Wolfbeis, Otto S.
Journal:   Angewandte Chemie
Band:   123
Ausgabe:   20
Jahrgang:   2011
Seiten:   4640
DOI:   10.1002/ange.201006835
Erscheinungsdatum:   09.05.2011
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