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Die Wassergas‐Shift‐Reaktion in der organischen Synthese

Abstract

Seit ihrer Entdeckung vor mehr als hundert Jahren hat die Wassergas‐Shift‐Reaktion (WGSR) entscheidende Bedeutung in der industriellen Chemie, indem sie den Wasserstoff zur Beschickung grundlegender großtechnischer Prozesse wie der Haber‐Bosch‐Synthese von Ammoniak liefert. Obwohl die Produktion von Wasserstoff immer noch die Hauptanwendung der WGSR ist, markierte die Einführung der homogenen Katalyse in den 1970er Jahren den Beginn einer Synergie zwischen der WGSR und der organischen Chemie. Dabei wurde das Reduktionsvermögen des CO/H2O‐Paars in der Synthese von Feinchemikalien nicht nur für Hydrierungsreaktionen genutzt, sondern auch für katalytische Prozesse, deren Umsatz einen Reduktionsschritt im Katalysezyklus erfordert. Ungeachtet des Potenzials und der einzigartigen Eigenschaften der WGSR sind ihre Anwendungen in der organischen Synthese bisher noch wenig entwickelt. Dieses Thema wird hier kritisch besprochen in der Hoffnung, dass eine erhöhte Wahrnehmung zu neuen, kreativen Arbeiten auf dem Gebiet anregt.

Ein Klassiker auf neuen Wegen: Neben ihrer fundamentalen Rolle zur Herstellung von Wasserstoff hat die Wassergas‐Shift‐Reaktion in einer Vielzahl reduktiver Umwandlungen in der organischen Synthese Anwendung gefunden. Dazu gehören Hydrierungsreaktionen ebenso wie katalytische reduktive Gesamtprozesse, in denen das CO/H2O‐Paar als terminales Reduktionsmittel wirkt.

Autoren:   Andrea Ambrosi, Scott E. Denmark
Journal:   Angewandte Chemie
Jahrgang:   2016
Seiten:   n/a
DOI:   10.1002/ange.201601803
Erscheinungsdatum:   06.09.2016
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