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Hochdotierter Wissenschaftspreis für Beitrag zur Handy-Entwicklung

23.05.2018

(dpa) Der finnische Physiker Tuomo Suntola ist für seinen Beitrag zur Entwicklung leistungsfähiger Smartphone- und Computerprozessoren mit dem hochdotierten Millenium-Technologiepreis ausgezeichnet worden. Durch die von ihm etablierte Technologie seien IT-Geräte «trotz ständig steigender Leistung immer kleiner und preisgünstiger geworden», erklärte die unabhängige Stiftung Technology Academy Finland (TAF), die den mit einer Million Euro dotierten Preis alle zwei Jahre vergibt.

Suntola entwickelte die sogenannte Atomlagenabscheidung (ALD) weiter. Sie wird genutzt, um hauchdünne Folien und Beschichtungen für Mikroprozessoren und digitale Speicher herzustellen. Komponenten mit diesen isolierenden und leitfähigen Beschichtungen werden in praktisch allen modernen Computern und Smartphones verwendet.

«Das ALD-Verfahren ist ein Paradebeispiel für eine Technologie, die den Nutzern verborgen bleibt, aber dennoch entscheidend ist für die sichtbare Entwicklung», erklärte die Juryvorsitzende und Akademieprofessorin Päivi Törmä. Es könne auch genutzt werden, um die Leistung von Solarkollektoren, LED-Leuchten und Lithiumbatterien für Elektroautos zu verbessern.

Mit dem Millenium-Technologiepreis werden Entwickler von innovativen Technologien ausgezeichnet, die die Lebensqualität verbessern und eine nachhaltige Entwicklung fördern. Zu den früheren Preisträgern gehören der Entwickler des freien Betriebssystems Linux, Linus Torvalds, Stammzellpionier Shinya Yamanaka und der Entwickler der energiesparenden LED-Lampen, Shuji Nakamura.

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