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Rudolf Lukeš



Rudolf Lukeš (* 13. April 1897 in Kralupy nad Vltavou; † 17. Oktober 1960 in Prag) war tschechischer Chemieingenieur, Dozent an der Tschechoslowakischen Technischen Universität und langjähriger Assistent des Professoren Emil Votoček.

Leben

Rudolf Lukeš, Sohn eines Dorfhändlers, besuchte die Realschule in Prag-Karlín. Sein Lieblingsfach war Chemie und er erweiterte sein Wissen als Autodidakt im eigenem Labor. Während des 1. Weltkrieges musste er auf die Front nach Italien einrücken und konnte erst 1923 seine Dissertationsarbeit bei Professor Votoček ablegen, bei dem er anschließend als Assistent tätig war. 1933 ernannte man ihn zum Dozenten der naturwissenschaftlichen Fakultät der Karls-Universität Prag. Ein Semester lang arbeitete er auch am Semester des Nobelpreisträgers Lavoslav Ružička in Zürich. 1937 erfolgte eine weitere Ernennung zum Mitglied der Königlichen Tschechischen Vereinigung der Lehre. Nach der Pensionierung seines Professor, hielt er bis 1939, als die Hochschule durch Nazis geschlossen wurde, Vorlesungen in organischer Chemie. Während der Okkupation arbeitete er im Verein für chemische und Bergwerkindustrie in Prag-Vysočany. Nach dem Krieg nahm er eine Stelle des Leiters am Institut für allgemeine und anorganische Chemie an. Es erfolgte 1946 die Ernennung zum ordentlichen Professor, und 1952 zum Akademiker.

Werke

Lukeš machte sich vor allem einen Namen als Pädagoge und Autor theoretischer und experimenteller Arbeiten auf dem Gebiet hetrozyklischer Verbindungen. Er gilt auch als eine der führenden Wissenschaftler und Gründer der tschechoslowakischen organischen Chemie. Während des 2. Weltkrieges schrieb er ein Lehrbuch für organische Chemie, die nach dem Krieg publiziert wurde. 1952 berief man ihm zum Mitglied der Akademie der Wissenschaften. Zu seinen Schülern gehörten Professor Vladimír Bažant und Vladimir Prelog, jugoslawisch-schweizerischer Chemiker, der 1975 einen Nobelpreis für Chemie erhielt.

 
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