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Alois von Beckh-Widmanstätten



Alois Beckh von Widmanstätten, mit vollem Namen und Titel auch Alois Joseph Franz Xaver Beckh, Edler von Widmanstetter, (* 12. Juli 1754 in Graz, † 10. Juni 1849 in Wien) war ein österreichischer Naturwissenschaftler.

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Beckh von Widmanstätten studierte an der Universität Graz Naturwissenschaften. In der Folge übernimmt er die Druckerei seines Vaters, die er vergrößert und auch eine Schriftsetzerei errichtet.

Während dieser Zeit widmete er sich weiter den Naturwissenschaften. Kurz nach den Brüder Montgolfier führt auch er in Wien Versuche mit Heißluftballons, die bereits 200 Meter hoch steigen. Diese Versuche werden aber nicht mehr weiter verfolgt.

Durch die Josephinischen Reformen verliert er die Monopolstellung der Druckerei und war auf einmal einer Konkurrenz ausgesetzt. Auch durch andere Zwistigkeiten in der Familie verliert er das Interesse an der Druckerei. Zuerst verpachtet er sie, verkauft sie aber schließlich 1807 an Andreas Leykam, der damit mit seinem Verlag der wichtigste Verlag in Graz wurde.

Bereits 1804 übernimmt er die Leitung der Pottendorfer Spinnerei, die er aber auch 1807 zurücklegt. Auf Drängen Kaiser Kaiser Franz I. wird er Direktor der neu gegründeten Fabriks-Produktenkabinetts, das vorerst in der Hofburg, später im Palais Sprintzenstein im ersten Bezirk. In dieser Ausstellung werden viele neue Produkte aus dem gesamten Gebiet des Kaisertums Österreich aus der sich gerade beginnenden Industrie vorgezeigt und soll diese damit fördern.

Bei Überlegungen die Sammlung in ein neues Gebäude zu übersiedeln, trifft er mit Karl Franz Anton von Schreibers, der in der Hofburg die Mineraliensammlung betreibt, zusammen. In dieser Sammlung befinden sich auch zahlreiche Exponate von Steinen, die vom Himmel fielen. So wird auch Widmannsstätten auf die Meteoriten aufmerksam und beginnt zahlreiche Versuche, bei den diese Eisenteile geschliffen werden oder mit Salpetersäure geätzt werden und eigenartige Lamellenmuster bewirken. In der Folge macht er von diesen Mustern mittels Druckerschwärze auch Drucke. Seine Entdeckungen veröffentlicht er selbst aber nie. In Werken seines Freundes Schreibers werden sie später als Widmanstättensche Figuren bekannt.

Das Produktenkabinet soll in jene der heutigen Technischen Universität eingegliedert werden. Er selbst sollte dort eine Lehrkanzel erhalten, die er aber nicht annimmt, da er sie als Erniedrigung empfindet. Schließlich fährt er mit Erzherzog Johann und Erzherzog Ludwig nach England.

Im Jahr 1817 wird er pensioniert und noch zeitweise als Sachverständiger zu Rate gezogen und lebt zurückgezogen. Auf seinen Wunsch wurde er auch nie gemalt, sodass heute kein Bild von ihm existiert. 1849 stirbt er nach den Unruhen im Jahr zuvor.

 
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