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Copeptin



Copeptin (alternative Bezeichnung C-terminales proAVP) ist ein chemischer Verwandter des körpereigenen Hormons Vasopressin (AVP), welches zur Blutdruckregelung dient. Möglicherweise kann es künftig in der Diagnostik von Patienten auf Intensivstationen Verwendung finden.

Copeptin, ein 39 Aminosäuren langes Glykopeptid, entsteht aus dem C-terminalen Teil des Prohormons von Vasopressin (ADH) und wird gemeinsam mit reifem Vasopressin sowie Neurophysin II durch Prozessierung des Prohormons freigesetzt.

Die physiologische Bedeutung von Copeptin ist noch weitgehend unbekannt. Diskutiert wird jedoch eine Beteiligung beim Transport von reifem Vasopressin zur Neurohypophyse.

Reifes Vasopressin ist sehr instabil und verschiedene technische Hindernisse haben bisher die diagnostische Messung von Vasopressin in der klinischen Routine eingeschränkt. Copeptin ist im Blut von Blutspendern und Patienten messbar. Im Gegensatz zu reifem Vasopressin scheint Copeptin nach Blutentnahme sehr stabil und leicht bestimmbar zu sein. Da Copeptin und Vasopressin in gleichem Verhältnis aus dem Prohormon abgespalten werden, ist Copeptin ein möglicher Surrogatmarker für das schwieriger zu bestimmende Vasopressin.

Nach neuesten Studien sind Copeptin-Werte insbesondere bei Patienten mit schweren Erkrankungen wie Sepsis, aber z. B. auch bei Herzinsuffizienz, erhöht. Gegenwärtig wird Copeptin als mögliche Alternative zur Vasopressin-Bestimmung bei verschiedenen Erkrankungen untersucht.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Copeptin aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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