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Elektrochemische Korrosion



Von Elektrochemischer Korrosion spricht man, wenn zwei Stoffe (meist Metalle) miteinander reagieren, wobei einer sich auflöst oder stark angegriffen wird. Allgemein gilt bei einem elektrochemischen Korrosionsvorgang, dass die Korrosionsvorgänge auf der Metalloberfläche in Verbindung einer elektrisch leitenden Flüssigkeitsschicht, dem Elektrolyt (meist Wasser), ablaufen. Als Elektrolyt genügt hierbei ein hauchdünner Feuchtigkeitsfilm beispielsweise ein Wassertropfen, aber auch Handschweißflecken auf Werkstücken. Je größer die Wasserstoffionenkonzentration (H+), das heißt um so niedriger der pH-Wert ist, desto stärker ist die Aggressivität des wässrigen Elektrolyten.

Um ein allgemein verständliches Beispiel zu wählen nehmen wir eine Zahnkrone aus Gold und eine Zahnfüllung aus Amalgam. Das Gold ist ein besserer Leiter und auch in der Wertigkeit der Metalle steht es ganz weit oben, während das Amalgam (eine Legierung) eher negativ ist und weiter unten in der Wertigkeitsreihe steht. Legt man beide Metalle zusammen so passiert nichts. Aber im Mund fungiert der Speichel und die in ihm gelösten Salze als Elektrolyt. Dadurch wandern die Ionen vom Amalgam zum Gold. Das Amalgam korrodiert, es löst sich auf bzw. wird, von der Oberfläche beginnend, zerstört.

Das ist derselbe Vorgang wie in einer Batterie. Hier sei die Antike Batterie der Prather erwähnt. Dort reichte ein Eisenstab in einen mit Essig oder Traubensaft gefüllten Kupferbecher hinein. Es war also dasselbe Verhältnis wie oben gegeben: Elektronisch positives Metall (Kupfer), elektronisch negatives Metall (Eisen) und ein Elektrolyt (Essig oder Traubensaft). Auch hier wandern die Ionen von Eisen zum Kupfer. Das Eisen löst sich ebenfalls auf: Es korrodiert. Die Spannung die dabei entsteht ist sehr gering.

Je weiter die Metalle in der Spannungsreihe von einander entfernt sind, desto größer die Korrosionserscheinung.

Prinzip: Metall 1 (edel), Metall 2 (unedel) plus leitende Flüssigkeit (Elektrolyt) gleich Elektrochemische Korrosion.

 
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