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Gerhard G. Habermehl



Gerhard Georg Konrad Habermehl (* 19. Februar 1931 in Seligenstadt, Hessen, Deutschland) ist ein deutscher Naturstoffchemiker.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Habermehl studierte Chemie an der TH Darmstadt und wurde 1960 bei Clemens Schöpf in Darmstadt mit einer Arbeit über die Konstitution des Samandarins promoviert. Er habilitierte sich 1964 mit einer Schrift über röntgenstrukturanalytische Arbeiten. Er war 1968 am Laboratory of Chemistry der National Institutes of Health in Bethesda (Maryland), USA, tätig.

1980 erhielt Habermehl einen Ruf auf eine Professur für Organische Chemie an der Technischen Hochschule Darmstadt. 1980 wechselte er auf den Lehrstuhl für Chemie an der Tierärztlichen Hochschule Hannover. 1996 wurde er emeritiert.

Wirken

Der Forschungsschwerpunkt von Gerhard Habermehl sind die Salamander- und Froschgiften (Batrachotoxin), Steroiden und Saponinen aus Seesternen und Seegurken, Pigmente aus Bakterien etc.. Er hat massgebliche Forschungsergebnisse in der Strukturaufklärung erzielt. Zu den Naturstoffen aus dem Tierreich bildeten pflanzliche Gifte einen weiteren Schwerpunkt, bei denen toxikologische Untersuchungen und die Strukturaufklärung der Toxine erfolgten. Zu den analytisch orientierten Arbeiten wurden zahlreiche Synthesen von Naturstoffen etabliert. Wichtige Verbindungen, die mit dem Namen Habermehl in Verbindung bleiben werden, sind bspw. Pumiliotoxin-C, Samandaridin, Holothurinogenin, Spatulenol, Tetrodotoxin und die Miotoxine. [1]

Mit den Werken „Gift-Tiere und ihre Waffen“, „Mitteleuropäische Giftpflanzen und ihre Wirkstoffe“ wurde er bekannt; internationale Beachtung fand seine Schrift „Venomous Animals and Their Toxins“. 1992 publizierte er das Lehrbuch „Naturstoffchemie“, welches sich auch an Chemiker, Biologen und Pharmazeuten wendet.

Er ist seit 1986 Ehrenmitglied der katholischen Studentenverbindungen K.D.St.V. Norbertina Magdeburg, der A.V. Salia-Silesia Oppeln und der K.D.St.V. Saxo-Silesia Hannover im Cartellverband (CV).

Schriften

  • Venomous Animals and Their Toxins, Springer Berlin 1981, ISBN 3540107800
  • Gift - Tiere und ihre Waffen, Springer Berlin 1994 5. Auflage, ISBN 3540568972
  • Naturstoffchemie. Eine Einführung, Springer Berlin 2002 2. Auflage, ISBN 3540439528, zusammen mit Peter E. Hammann, H. C. Krebs
  • Mitteleuropäische Giftpflanzen und ihre Wirkstoffe, Springer Berlin 2. Auflage, ISBN 3540648100

Quellen

  1. „Geschichte des Chemischen Instutes“, Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, 22. Januar 2003
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Gerhard_G._Habermehl aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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