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Hautpulver-Methode



Die Hautpulver-Methode ist eine im Europäischen Arzneibuch beschriebene Konventionsmethode zur Bestimmung des Gehalts an Gerbstoffen in Drogen.

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Die gepulverte Droge wird genau eingewogen und mit siedendem Wasser extrahiert. Nach dem Filtrieren wird das Filtrat aufgeteilt. Das erste Aliquot wird mit Hautpulver versetzt und 60 Minuten inkubiert: Gerbstoffe adsorbieren an Hautpulver und können durch anschließendes Filtrieren abgetrennt werden.

Beide Teile des Filtrats werden nun mit Natriumwolframat/Phosphorsäure-Reagenz versetzt:
Polyphenole bilden mit Phosphorwolframsäure blaugefärbte Polywolframsäuren. Im zweiten Aliquot wird der Gesamt-Polyphenolgehalt (Gerbstoffe, Flavonoide, Phenolcarbonsäuren etc.) festgestellt. Dem ersten Aliquot wurde durch Zusatz von Hautpulver die Gerbstoffe entzogen, sodass aus der Differenz Gesamt-Polyphenole minus »Leerwert« der Gerbstoffgehalt berechnet werden kann.

Die Vermessung erfolgt photometrisch bei 760 nm gegen Wasser als Kompensationslösung.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Hautpulver-Methode aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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