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Hermann Kopp




Hermann Franz Moritz Kopp (* 30. Oktober 1817 in Hanau; † 20. Februar 1892) war deutscher Chemiker und gilt als einer der ersten Historiker der Chemie.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Hermann Kopp wurde als Sohn des Leibarztes des hessischen Großherzogs Johann Heinrich Kopp geboren. Ein Onkel von ihm war der spätere hessische Minister Karl Wilhelm von Kopp. Er studierte Naturwissenschaft in Heidelberg und Marburg, wo er 1838 über "De oxydorum densitatis calculo reperiendae modo" promovierte, dann studierte er Chemie in Liebigs Laboratorium zu Gießen und habilitierte sich dort 1841 als Privatdozent. 1843 erhielt er die Professur der Physik und Chemie. 1864 folgte er einem Ruf nach Heidelberg, wo er sich besonders um die Erforschung der Beziehungen zwischen den physikalischen Eigenschaften und der Zusammensetzung der Körper sowie um die Geschichte der Chemie Verdienste erwarb.

Als sein Hauptwerk gilt die Geschichte der Chemie, zu denen er später als Nachtrag die die ältesten Perioden spezieller behandelnden Beiträge zur Geschichte der Chemie stellte. Mit Liebig gab er seit 1847, mit Will 1857 bis 1862 den Jahresbericht über die Fortschritte der Chemie, Physik, Mineralogie und Geologie heraus und redigierte mit Liebig und Friedrich Wöhler die Annalen der Chemie und Physik 1851 bis 1871. Außerdem veröffentlichte er zahlreiche Arbeiten über theoretische Chemie und spezielle Untersuchungen.

Werke

  • Geschichte der Chemie; 4 Bde., Braunschweig 1843–1847
  • Einteilung in die Kristallographie und in die kristallographischen Kenntnisse der wichtigern Substanzen; Braunschweig 1849 (mit Atlas); 2. Ausl. 1862
  • Beiträge zur Geschichte der Chemie, 3 Tle., Braunschweig 1869–1875
  • Die Entwickelung der Chemie in der neuern Zeit; 2 Tle., München 1871–1873
  • Aurea catena Homeri; Braunschweig 1880
  • Die Alchimie in älterer und neuerer Zeit; 2 Bde., Heidelberg 1886
  • zus. m. Heinrich Buff und Friedrich Zamminer: Lehrbuch der physikalischen und theoretischen Chemie; Braunschweig 1857, 2. Aufl. 1863
  • Einiges über Witterungsangaben; Braunschweig 1879
Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text („public domain“) aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890. Bitte entferne diesen Hinweis nur, wenn Du den Artikel so weit überarbeitet oder neu geschrieben hast, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt und dies mit Quellen belegt ist, wenn der Artikel heutigen sprachlichen Anforderungen genügt und wenn er keine Wertungen enthält, die den Wikipedia-Grundsatz des neutralen Standpunkts verletzen.
 
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