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Inklination (Magnetismus)



Inklination bezeichnet in der Geophysik den Neigungswinkel des Erdmagnetfeldes zur Horizontalen. Da die Feldlinien die Materie durchdringen, verlaufen sie auch in den Erdkörper hinein. Dies führt dazu, dass eine horizontal gelagerte Magnetnadel eine Neigung zeigt, die Inklination. Sie beträgt in Deutschland etwa 66° gegenüber der Horizontalen, an den Polen ca. 90°, am Äquator 0°.

Da zur Bestimmung der Nordrichtung z.B. bei einem Kompass nur die horizontale Komponente der Magnetfeldlinien von Bedeutung ist, muss die Inklination bei der Konstruktion eines solchen berücksichtigt bzw. individuell kompensiert werden. Geschieht das nicht oder nicht ausreichend, zeigt die Kompassnadel nach unten (auf der Nordhalbseite) bzw. nach oben (auf der Südhalbseite). Eine schlecht gelagerte Magnetnadel kann dadurch nicht mehr frei drehen und verklemmt, was eine falsche Anzeige zur Folge haben kann.

Geschichte

Die Inklination wurde 1544 erstmals von Georg Hartmann entdeckt. Die erste Inklinationsbussole konstruierte ca. 1580 Robert Norman.

Biologische Bedeutung

Die Inklinationswinkel dienen vielen Zugvögeln als "Kompass" für den Vogelzug. Im Gegensatz zum technischen Kompass funktioniert der Magnetsinn über eine Registrierung der Veränderung des Inklinationswinkels. Auf dem Weg nach Süden (bis zum Äquator) fliegen Vögel also in Richtung auf "abnehmenden Inklinationswinkel".

Siehe auch

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Inklination_(Magnetismus) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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