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Kühlung durch Trocknung und Verdunstung



Unter Kühlung durch Trocknung und Verdunstung versteht man die Kühlung der Luft durch Befeuchtung mit Wasser nach vorheriger Trocknung und Rückkühlung.

Erläuterung

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Dieses Kühlverfahren kommt ohne Kältemittel und Kompressor aus und wird hauptsächlich zur Kühlung der Zuluft in raumluftechnischen Anlagen eingesetzt. Manchmal wird es auch als DCS (Desiccant Cooling Systems) bezeichnet.

 

Das Bild zeigt ein Prinzipschaltbild einer solchen Anlage.

Thermodynamisches Prinzip

  • Warme Außenluft wird angesaugt und in einem Rotationsentfeuchter entfeuchtet. Dadurch steigt die Enthalpie (somit die Temperatur), der Wassergehalt sinkt.
  • Diese Luft wird in einem Kreuzstromwärmeübertrager rückgekühlt. Dabei überträgt die Außenluft die Wärme an die Abluft.
  • Im letzten Schritt wird die Luft befeuchtet. Dadurch sinkt die Temperatur. Die Zuluft wird in den Raum eingeblasen.
  • Ein Erhitzer im Abluftstrom erwärmt die Abluft, so dass diese im Rotationsentfeuchter Feuchtigkeit aufnehmen kann. Damit wird der Rotor regeneriert.

Um diesen Prozess aus ökologischer und wirtschaftlicher Sicht sinnvoll betreiben zu können, muss die dem Abluftstrom zugeführte Energie möglichst umsonst sein. Geeignet ist z.B. Fernwärme oder Abwärme eines BHKW's.


 

Das Bild zeigt den prinzipiellen Verlauf im h-x-Diagramm (nicht maßstäblich).

Mit Hilfe der Abluft kann auch durch Verdunstungskälte gekühlt werden, da die Verdunstungskälte mittels Wärmerückgewinnung die Zuluft kühlt. Dies hat den Vorteil, dass das Wasser nicht mit der Zuluft in Kontakt gerät und daher keine hygienischen Anforderungen erfüllen muss.

Literatur

  • Recknagel-Sprenger-Schramek, Taschenbuch für Heizung Klimatechnik - ISBN 3-486-26214-9
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Kühlung_durch_Trocknung_und_Verdunstung aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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