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Kationische Tenside



Als kationische Tenside bezeichnet man Tenside, die eine positiv geladene funktionelle Gruppe besitzen. Wie jedes Tensid sind auch die kationischen Tenside aus einem polaren und einem unpolaren Teil aufgebaut. Als unpolarer Teil dienen verschiedene Alkylreste. Die polare Gruppe ist immer eine quartäre Ammonium-Einheit.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Struktur

Die meisten kationischen Tenside sind quartäre Ammoniumverbindungen. Sie unterscheiden sich nur in den Alkylresten

X-    

R(1-4): Alkylreste (typisch Stearyl-, Palmityl-, Methyl-, Benzyl-, Butyl-)
X: Gegenion, meist Halogenide

Typische Vertreter

 
 

DSDMAC ist das Tensid, welches in den neunziger Jahren in Weichspülern verwendet wurde. Es zeichnet sich jedoch durch eine sehr schlechte biologische Abbaubarkeit aus. In neuerer Zeit werden sogenannte Esterquats eingesetzt. Esterquats basieren auf quartären Triethanol-Methyl-Ammonium- oder quartären Diethanol-Dimethyl-Ammonium-Verbindungen. Die notwendigen, langen Kohlenwasserstoffketten sind als Fettsäurester angefügt. Diese werden beim biologischen Abbau leicht wieder abgepalten, was zumindest als erster Schritt für den Abbau sehr vorteilhaft ist.

Verwendung

Kationische Tenside werden als Komponente in Weichspülern bei der Textilreinigung eingesetzt. Gewisse Typen zeigen eine biozide Wirkung und werden deshalb in Desinfektionsmittel eingesetzt. Des Weiteren werden kationische Tenside auf Grund ihrer hydrophoben Wirkung als Trocknungshilfen z.B. in Autowaschstraßen eingesetzt bzw. als Hydrophobierungsmittel. Weiterhin werden diese als Transfektionsmittel für die DNA-Moleküle in der Molekularbiologie verwendet. Hierbei wird deren Fähigkeit zur Ausbildung mizellarer oder liposomaler Strukturen ausgenutzt.

 
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