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Konrad Hornschuch



Die Konrad Hornschuch AG ist ein Hersteller von Dekorfolien, Laminaten, Hightech-Synthetics (z.B. Schaumfolien und beschichtete Trägermaterialien) sowie Kunstleder mit Sitz in Weißbach bei Künzelsau (Baden-Württemberg).

Kernkompetenzen des Unternehmens sind die Verfahren Kalandrieren und Streichen (Herstellung von Schaumfolien und Kunstledern durch kontinuierliches Auftragen von Kunststoffschichten auf flexible Trägermaterialien).

WKN: 608390, ISIN: DE0006083900

Kennzahlen

(Stand 2005)

  • Beschäftigte: 785
  • Konzernumsatz: 137,9 Millionen Euro

Geschichte

Das Unternehmen wurde 1898 unter dem Namen „Textilgesellschaft Weißbach GmbH“ gegründet. Produziert wurden anfänglich vor allem Bucheinband-Stoffe (Kaliko, Kunstleinen) und Kunstbrandsohlen. In den 1920er Jahren trat Konrad Hornschuch, Gründer einer gleichnamigen Wollspinnerei und Weberei in Urbach, als Gesellschafter in das Unternehmen ein. Dieses wurde in der Folgezeit in die neugegründete „Konrad Hornschuch Familien AG“ eingegliedert und expandierte rasch. Hornschuch ergänzte das Produktprogramm um Kunstleder.

Ab 1958 wurden die selbstklebende Dekorfolie d-c-fix und das Kunstleder skai mit großem Erfolg als Marke etabliert. d-c-fix wurde innerhalb weniger Jahre geradezu ein Gattungsbegriff für derartige Folien und ist deshalb nicht mehr als Marke schützbar, skai® wurde als Synonym für Kunstleder in den 1980er Jahren sogar in den Duden aufgenommen. Ab den 1980er Jahren wurde der Export forciert, neue Produkte wie Holzmaserungen imitierende Folien für Kunststoffenster und Küchen wurden auf den Markt gebracht. Das Unternehmen wurde den neuen Erfordernissen durch Umstrukturierung, Modernisierung und Ausweitung der Produktionseinrichtungen angepasst.

2001 übernahm die niederländische Beteiligungsgesellschaft Halder die Aktienmehrheit am Unternehmen. In der Folge konzentrierte sich Hornschuch auf die beiden bekanntesten Dachmarken (d-c-fix im Geschäftsbereich Endverbraucherkunden und skai® im Geschäftsbereich Industriekunden). Alle anderen Marken, wie die Wachstuch-Tischbeläge Sol-pal und Textolin, Ende der 1950er Jahre noch mit der eingängigen Alliteration „Frische Farben. Frohe Frauen - Textolin in jedes Haus“ beworben, die Juwel-Lackfolie oder der ceramo-fix-Wandbelag wurden seit 2001 in die beiden verbliebenen Dachmarken integriert. Die Anwendungsbereiche für diese beiden Produktfamilien wurden zunehmend ausgeweitet. So werden unter dem Namen d-c-fix heute Design- und Funktionsfolien, fleckgeschützte Tischbeläge sowie Boden- und Wandbeläge hergestellt und unter der Marke skai® Kaschierfolien, Funktionsfolien und Kunstledermaterialien für die Möbel-, Automobil-, Textil- und Baubranche produziert.

2003 wurde eine Exportquote von etwa 65 % erreicht, 2005 bereits über 70 %. Eine französische Tochtergesellschaft und eine Verkaufsrepräsentanz in Russland entstanden in diesem Jahr. In immer mehr Staaten erreichte Hornschuch die Position des nationalen Marktführers und bezeichnet sich heute als Weltmarktführer.

Im Februar 2006 veräußerte Halder seine Anteile an die „DZ Equity Partner GmbH“ (Tochter der DZ Bank) und den „L-EA Mittelstandsfond“ der L-Bank, zugleich erhöhten das Management und weitere Führungskräfte der Hornschuch AG über ein Management-Buy-out ihre Beteiligung auf 50,05% der Aktienanteile.

Die Konrad Hornschuch AG ist Teilhaber der HKW Industrieheizkraftwerk Weißbach GmbH, zu gleichen Teilen mit den drei anderen Teilhabern Ecoswitch AG (eine Tochtergesellschaft der Stadtwerke Crailsheim und der Aare-Tessin AG für Elektrizität), Alb-Elektrizitätswerk Geislingen-Steige e.G., sowie GWE Gesellschaft für wirtschaftliche Energieversorgung mbH, Freiburg im Breisgau (in Mehrheitsbesitz der STAR Capital Partners Limited, London).

Dachmarken

  • d-c-fix (selbstklebende Dekorfolien)
  • skai® (Kunstleder)
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Konrad_Hornschuch aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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