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Lignit



Die Bezeichnung Lignit (Lat.) ist ein Oberbegriff für jüngere, geringwertige Braunkohle, bei der ohne Hilfsmittel noch Holzstrukturen erkannt werden können.

Die Inkohlung führt in Zeiträumen von Jahrmillionen von frischem Pflanzenmaterial zu Huminsäuren und Torf, dann über Lignit, Braun- und Steinkohle zum Anthrazit, in einzelnen Fällen sogar zum Graphit. Lignit ist daher eine Vorstufe von Braunkohle. Ein Beispiel für solch eine Kohlenart ist die Schieferkohle.

Sein Nutzwert in Wärmekraftwerken ist wegen niedriger Heizwerte gering und die Förderung meistens nicht rentabel. Bei der Verfeuerung von Lignit entsteht sehr viel klimaschädliches Kohlenstoffdioxid (CO2). Die CO2-Freisetzung ist prinzipbedingt und kann nicht verhindert werden, sondern nur durch einen besseren Wirkungsgrad der Kraftwerke und dadurch geringeren Kohleverbrauch in Maßen reduziert werden. Das Schwefeldioxid, das vor allem bei der Verbrennung von Lignit entsteht, ist mitverantwortlich für den Sauren Regen.

Ein neues Einsatzgebiet ist unter anderem die Verölung. Durch die Technik der Katalytischen drucklosen Verölung (KDV) werden aus einer Tonne Lignit etwa 250 Liter Dieselöl, etwa 300 bis 350 Kilogramm Kohlenstoffpaste und bis zu 350 Liter Prozesswasser (Aqua dest) hergestellt.

Ein neuerer gleichbedeutender Begriff für Lignit ist Xylit.

 
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