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P-Glykoprotein



Das p-Glykoprotein ist das Genprodukt des MDR1-Gens (MDR steht für Multiple Drug Resistance). Das Protein bildet einen aktiven Transporter, der unter ATP-Verbrauch zelltoxische Stoffe aus der Zelle pumpt (PGP-Pumpe). Das p-Glycoprotein mit 12 helikalen Transmembrandomänen und zwei Nukleotidbindungsdomänen gehört zu der Familie der ABC-Transporter (ABC steht für ATP-binding cassette).

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Die PGP-Pumpe hat folgende Auswirkungen:

  1. Zytostatika werden durch die PGP-Pumpe aus der Tumorzelle ausgeschleust
  2. Antibiotika werden durch die PGP-Pumpe aus dem Bakterium ausgeschleust
  3. Neurotoxine werden durch die PGP-Pumpe aus den Gehirnzellen über die Blut-Hirn-Schranke in den Blutkreislauf zur metabolischen Entsorgung ausgeschleust (siehe Loperamid).
  4. Arzneimittel können bei oraler Applikation auf Grund der Affinität zu der Effluxpumpe eine verminderte Bioverfügbarkeit aufweisen.

In den ersten beiden Fällen ist die PGP-Pumpe extrem unerwünscht. Es gibt bereits Forschungserfolge der Pharmaforschung, Mittel zu finden, die die PGP-Pumpe selektiv deaktivieren. Dazu gehören unter anderem altbekannte Arzneistoffe wie Verapamil oder neue Arzneistoffe wie Elacridar. Man versucht z.B. Medikamente an Monoklonale Antikörper (mAK) zu koppeln und damit gezielt zu Tumorzellen zu dirigieren. Der Antikörper bindet an Oberflächenproteine (Rezeptoren) die dann von der Zelle internalisiert (aufgenommen) werden. In der Zelle wird das Medikament vom Antikörper abgespalten und entfaltet seine Wirkung. In dem Fall kann die PGP-Pumpe umgangen werden. Ein anderer Ansatz ist es, die Expression der Effluxpumpe zu unterbinden.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel P-Glykoprotein aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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