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Pechkohle



Die Bezeichnung Pechkohle wurde anstatt der sonst üblichen Bezeichnung Glanzkohle im oberbayerischen Kohlenbergbau, in Peißenberg, Hohenpeißenberg, Penzberg, Peiting, Hausham usw. verwendet. Sie wurde so genannt wegen ihres glänzenden schwarzen Aussehens. Die Pechkohle wurde Untertage abgebaut.

Sie ist eine Hartbraunkohle und hat ein Lagerstättenalter von 30 bis 40 Millionen Jahren.

Der Heizwert liegt bei ca. 5500 kcal/kg, der Kohlenstoffgehalt bei ca. 60%. Steinkohle hat im Vergleich dazu einen Heizwert von 7500 kcal/kg und Braunkohle etwa 2000 kcal/kg. Der Aschegehalt liegt bei ca. 10% und der Wassergehalt bei etwa 8 bis 10 %.

Um das im Gegensatz zu anderen Kohlearten unterschiedliche Brennverhalten besser nutzen zu können wurde für die Pechkohle teilweise spezielle Öfen gebaut.

Sie wurde in Oberbayern bis Anfang der 70er Jahre abgebaut. Die Einstellung der Förderung erfolgte, da die Pechkohle im Gegensatz zu anderen Energieträgern, vor allem Heizöl, nicht mehr konkurrenzfähig war. Die Lagerstätten waren nicht erschöpft.

Entstehung (Oberbayern)

Im Tertiär, vor 40 Millionen Jahren, gab es dort ein Nordmeer und ein Südmeer. Das Gebiet der heutigen Alpen, zwischen diesen Meeren war Festland. Das Klima war tropisch. In Sümpfen gab es günstige Wachstumsbedingung für Pflanzen und es entstanden Moore mit Torf. Diese Moore waren phasenweise immer wieder unter dem Meeresspiegel, wodurch unterschiedliche Schichten entstanden. Durch die sogenannte Inkohlung mit Luftabschluss und darübergelagerten Schichten, die für den nötigen Druck sorgten, entstand allmählich diese Kohle. Zunächst entstand Weichbraunkohle, dann die heutige Hartbraunkohle. Durch die Bildung der Alpen, vor etwa 25 bis 30 Millionen Jahren, hob sich das Gebiet und durch Erosion bzw. Verwitterung kamen die kohleführenden Schichten wieder allmählich wieder an die Oberfläche.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Pechkohle aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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